Vertikale Erschließung für den Feuerwehreinsatz dauerhaft verfügbar halten In hohen Gebäuden müssen Einsatzkräfte große Höhen überwinden und gleichzeitig Atemschutz, Schläuche und weitere Ausrüstung transportieren. Feuerwehraufzüge sind deshalb bei entsprechenden Gebäudekonzepten ein wesentlicher Bestandteil der vertikalen Einsatzerschließung. Die Freie und Hansestadt Hamburg weist beispielsweise für Hochhäuser ausdrücklich auf die Bedeutung von Feuerwehraufzügen für zügige Rettungs- und Löscharbeiten hin.
Auf der bestehenden Brandschutz-Microsite werden Aufzüge innerhalb von Brandfallsteuerungen berücksichtigt, eine eigene Betreiberseite zum Feuerwehraufzug besteht in der Sitemap jedoch nicht.
Feuerwehraufzüge für den Einsatz systematisch betreiben Feuerwehraufzug nicht mit einem normalen Personenaufzug gleichsetzen Ein Feuerwehraufzug besitzt eine besondere Einsatzfunktion.
Seine Konstruktion, Steuerung und Einbindung in das Gebäude orientieren sich daran, dass Einsatzkräfte ihn unter Brandbedingungen nutzen können.
Für das Facility Management bedeutet dies: Eine normale Verfügbarkeitsbetrachtung des Aufzugs reicht nicht aus.
Auch die brandschutztechnischen Umfeldbedingungen müssen erhalten bleiben.
Gesamtes System betrachten Zur Einsatzfunktion gehören nicht nur Kabine und Antrieb.
Relevant können insbesondere sein: Fahrschacht,
Vorräume,
Türen,
Energieversorgung,
Steuerung,
Kommunikation,
Entwässerung beziehungsweise Schutz vor eindringendem Löschwasser,
Zugangs- und Kennzeichnungssysteme.
Eine Störung an einem dieser Elemente kann die Gesamtfunktion beeinträchtigen.
Brandfallsteuerung regelmäßig berücksichtigen Im Normalbetrieb kann der Aufzug wie ein gewöhnlicher Aufzug genutzt werden.
Im Brandfall muss er jedoch in den vorgesehenen Betriebszustand wechseln.
Das Zusammenspiel mit Brandmeldeanlage beziehungsweise anderen Brandschutzsteuerungen sollte deshalb Bestandteil integraler Tests sein.
Vorräume freihalten Ein technisch vollständig funktionierender Feuerwehraufzug hilft wenig, wenn sein Vorraum durch Lagerung oder Möblierung beeinträchtigt wird.
Facility Management und Brandschutzbegehungen sollten deshalb auch das Umfeld kontrollieren.
Wartung mit Brandschutzanforderungen verbinden Aufzugswartung und Brandschutzprüfung dürfen nicht organisatorisch getrennt bleiben.
Der reguläre Aufzugsdienstleister muss wissen, dass eine besondere Einsatzfunktion besteht.
Umgekehrt sollte der Brandschutzverantwortliche über relevante Störungen informiert werden.
Ausfall besonders bewerten Ein normaler Aufzugsausfall ist zunächst eine Nutzungs- und Komfortstörung.
Der Ausfall eines Feuerwehraufzugs kann zusätzlich das Brandschutz- und Einsatzkonzept betreffen.
Daher benötigt er gegebenenfalls: Welche Maßnahmen notwendig sind, hängt vom Objekt und dessen Brandschutzkonzept ab.
Umbauten kontrollieren Änderungen an Aufzug, Vorraum, Stromversorgung oder angrenzenden Bereichen können die Einsatzfunktion beeinflussen.
Sie sollten daher brandschutztechnisch bewertet werden.
Betriebsbereitschaft dokumentieren Anlagenstatus, Prüfungen, Wartungen und relevante Störungen sollten nachvollziehbar sein.
Besonders wichtig ist die Verbindung zur allgemeinen Brandschutzdokumentation.
Aufzug und Einsatzkonzept gemeinsam betreiben Die zentrale Betreiberfrage lautet nicht nur: „Fährt der Aufzug?“
Sondern: „Steht der Feuerwehr im Brandfall die vorgesehene vertikale Einsatzerschließung vollständig und zuverlässig zur Verfügung?“
Damit wird der Feuerwehraufzug als Teil des gesamten abwehrenden Brandschutz- und Einsatzkonzepts verstanden.