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Heißarbeiten und Brandschutzfreigaben

Facility Management: Brandschutz » Betrieb » Betreiberpflichten » Brandschutzfreigaben

Heißarbeiten und Brandschutzfreigaben mit geregelten Genehmigungs- und Sicherheitsverfahren

Feuergefährliche Arbeiten kontrolliert durchführen

Schweißen, Brennschneiden, Löten, Trennschleifen oder Arbeiten mit offener Flamme können in kurzer Zeit ein Brandereignis auslösen. Besonders kritisch sind solche Tätigkeiten außerhalb dauerhaft dafür eingerichteter Werkstattbereiche. Funken können in Hohlräume gelangen, brennbare Materialien entzünden oder unbemerkt Schwelbrände verursachen.

Das bestehende Brandschutzhandbuch von FM-Connect behandelt Heißarbeiten deshalb bereits ausführlich und beschreibt ein Erlaubnisscheinverfahren mit Schutzmaßnahmen, Brandwache und Nachkontrolle. Auch die Betreiberpflichtenseite nennt dieses Verfahren ausdrücklich. Eine eigene Unterseite würde aus diesen Informationen einen klaren Betriebsprozess machen.

Heißarbeiten und Brandschutzfreigaben sicher koordinieren

Zu den relevanten Tätigkeiten können gehören:

  • Schweißen,

  • Brennschneiden,

  • Schleifen,

  • Trennarbeiten,

  • Löten,

  • Auftauarbeiten,

  • Dacharbeiten mit Flamme,

  • sonstige stark wärmeerzeugende Tätigkeiten.

Die tatsächliche Gefährdung hängt vom Arbeitsort und seiner Umgebung ab.

Eine Tätigkeit in einer dafür eingerichteten Schweißwerkstatt besitzt andere Randbedingungen als dieselbe Arbeit oberhalb einer abgehängten Decke oder in einem Lager.

Arbeitsbereich vor Beginn untersuchen

Vor Freigabe sollte nicht nur die eigentliche Arbeitsstelle betrachtet werden.

Funken und Wärme können sich über Öffnungen, Durchdringungen oder Bauteile in angrenzende Bereiche ausbreiten.

Zu prüfen sind beispielsweise:

  • brennbare Materialien,

  • Hohlräume,

  • Kabel und Dämmungen,

  • darunter- oder darüberliegende Bereiche,

  • Lüftungsöffnungen,

  • Gefahrstoffe,

  • vorhandene Brandmelder.

Je nach Situation können notwendig sein:

  • brennbare Stoffe entfernen,

  • nicht entfernbare Gegenstände abdecken,

  • Öffnungen verschließen,

  • geeignete Löschmittel bereitstellen,

  • Brandmeldebereiche kontrolliert behandeln,

  • Brandwache einsetzen,

  • Arbeitsbereich absperren.

Ein standardisierter Erlaubnisschein dokumentiert diese Entscheidungen.

Freigabe und Ausführung trennen

Die Person, die die Heißarbeit ausführt, sollte nicht allein darüber entscheiden, ob die Umgebung ausreichend sicher ist.

Eine qualifizierte verantwortliche Stelle prüft den Bereich und gibt die Tätigkeit für einen definierten Zeitraum frei.

Bei Veränderung der Arbeitsbedingungen kann eine neue Bewertung erforderlich werden.

Eine Brandwache beobachtet den Bereich während beziehungsweise nach der Arbeit und muss wissen:

  • welche Gefahren bestehen,

  • welche Bereiche zu kontrollieren sind,

  • welche Löschmittel verfügbar sind,

  • wie alarmiert wird,

  • wann die Arbeit abzubrechen ist.

Sie darf nicht nur formal auf dem Erlaubnisschein erscheinen.

Nachkontrolle ernst nehmen

Ein Brand kann zeitversetzt entstehen.

Deshalb muss der Erlaubnisschein auch festlegen, wie und wie lange nach Arbeitsende kontrolliert wird. FM-Connect sieht solche Nachkontrollen bereits als Bestandteil seines betrieblichen Brandschutzmodells vor.

Fremdfirmen einbeziehen

Das gleiche Verfahren muss für externe Handwerker gelten.

Projekt- oder Wartungszeitdruck darf nicht dazu führen, dass externe Firmen ohne die vor Ort geltenden Freigaben arbeiten.

Freigaben dokumentieren und auswerten

Erlaubnisscheine sollten nachvollziehbar archiviert werden.

Häufige Heißarbeiten in bestimmten Bereichen können langfristig Anlass sein, dort bessere permanente Arbeitsmöglichkeiten oder technische Schutzmaßnahmen zu schaffen.

Brandrisiken beherrschen, bevor die Arbeit beginnt

Ein professionelles Hot-Work-System verschiebt die Aufmerksamkeit vom Brandereignis auf den Moment davor.

Der zentrale Gedanke lautet:

Feuergefährliche Arbeit darf erst beginnen, wenn Umgebung, Schutzmaßnahmen, Verantwortlichkeit, Brandwache und Nachkontrolle geklärt sind.

Damit wird aus einer gefährlichen handwerklichen Tätigkeit ein kontrollierter Brandschutzprozess.