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Wasserlöschanlagen (automatisch)

Facility Management: Brandschutz » Betrieb » Dokumente » Wasserlöschanlagen (automatisch)

Wasserlöschanlagen (automatisch)

Wasserlöschanlagen (automatisch)

Automatische Wasserlöschanlagen wie Sprinkler-, Sprüh- und Feinsprüh-/Wassernebelanlagen werden im Facility Management als sicherheitskritische Brandschutzsysteme eingestuft. Sie fallen unter genehmigungs- und überwachungspflichtige technische Anlagen. In Deutschland gelten für die Planung, Vergabe, Errichtung, Abnahme und den Betrieb dieser Anlagen strenge Normen und Rechtsvorgaben. Die aktuelle DIN EN 14972-1 beschreibt die Anforderungen an Planung, Einbau, Inspektion und Wartung von Wassernebelanlagen; sie betont, dass geringe Tropfengrößen eine wirkungsvolle Brandbekämpfung mit wenig Wasser ermöglichen und dass die Anforderungen des Normenausschusses „Wasserlöschanlagen und Bauteile“ zu beachten sind. Bei der Vergabe von Bauleistungen schreibt die VOB/A 2019 ein transparentes Wettbewerbssystem vor, das die Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung der Fristen sicherstellt. Für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) werden die Pflichten des Fachplaners durch die HOAI geregelt; die Leistungsphase 4 verlangt insbesondere das Erarbeiten der Vorlagen für notwendige Genehmigungen und das Zusammenstellen aller Unterlagen. Das Betreiben und Instandhalten von Gebäuden richtet sich nach der Richtlinie VDI-MT 3810 Blatt 1, die den Betreiberpflichten und der rechtssicheren Dokumentation besondere Bedeutung beimisst.

Im Folgenden werden die Dokumente beschrieben, die während des Lebenszyklus automatischer Wasserlöschanlagen benötigt werden. Die Zusammenstellung orientiert sich an den einschlägigen Normen und bildet eine Grundlage für einen revisionssicheren und auditierbaren Betrieb.

Automatische Wasserlöschanlagen im Brandschutz

Abnahmebescheinigung – Feinsprüh-/Wassernebel-Löschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Abnahmebescheinigung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normgerechten Errichtung und Funktionsfähigkeit

Rechts- & Normbezug

DIN EN 14972-1

Wesentliche Inhalte

• Abnahmedatum 

• Prüfumfang 

• Messergebnisse 

• Freigabe

Verantwortlich

Errichter / Installateur

Praxisbezug FM

Betriebsfreigabe, Versicherungs- und Behördennachweis

Erläuterung:

Die Abnahmebescheinigung dokumentiert den Übergang von der Errichtung in den Betrieb. Sie bestätigt, dass Planung, Einbau, Inspektion und Wartung nach DIN EN 14972-1 durchgeführt wurden. Im Facility Management dient sie als Nachweis für Versicherer und Behörden sowie zur Erfüllung der Betreiberpflichten. Ohne gültige Bescheinigung dürfen Wassernebelanlagen nicht betrieben werden, und die Bescheinigung ist im Asset- und Anlagenbuch zu archivieren.

Angebot – Bauleistungen (Vergabeunterlagen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebotsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche und technische Grundlage der Vergabe

Rechts- & Normbezug

VOB/A 2019, VgV

Wesentliche Inhalte

• Leistungsumfang 

• Preise 

• Nebenangebote

Verantwortlich

Bieter

Praxisbezug FM

Kostenvergleich, Vertragsklarheit

Erläuterung:

Die VOB/A 2019 verlangt, dass Bauleistungen im Wettbewerb und in transparenten Verfahren vergeben werden. Angebote bilden die Grundlage für den Zuschlag; sie müssen sämtliche Leistungen, Preise und Nebenangebote enthalten, damit der Auftraggeber die Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung der Vergabevorschriften prüfen kann. Die Vergabeunterlagen dürfen erst bereitgestellt werden, wenn alle Dokumente vollständig vorliegen. Für das Facility Management sind detaillierte Angebotsunterlagen wichtig, um beauftragte Leistungen nachvollziehen und spätere Nachträge bewerten zu können.

Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Verständliche Darstellung von Aufbau, Wirkprinzip und Schutzkonzept

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Löschprinzip 

• Auslösemechanismen 

• Schutzbereiche

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Betriebseinweisung, Störungsanalyse

Erläuterung:

Die HOAI definiert für die technischen Anlagen die Pflichten des Planers in den Leistungsphasen 1–5. In der Vorplanung und Entwurfsplanung werden u. a. Funktionsschemata erstellt, alternative Lösungen analysiert und wesentliche fachspezifische Zusammenhänge erläutert. Während der Genehmigungsplanung werden Unterlagen für behördliche Genehmigungen zusammengestellt. Die Anlagenbeschreibung fasst diese Planungsunterlagen verständlich zusammen, beschreibt das Löschprinzip sowie die Auslösemechanismen und definiert die zu schützenden Bereiche. Sie ist für den laufenden Betrieb unverzichtbar, um Bedienpersonal zu schulen und bei Störungen eine schnelle Analyse zu ermöglichen.

Anlagenbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen-/Assetbuch

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Erfassung aller anlagenbezogenen Informationen

Rechts- & Normbezug

DIN 32835-1, VDI-MT 3810-1, VDI 6070-1

Wesentliche Inhalte

• Identdaten 

• Lebenszyklus 

• Prüfungen 

• Kosten

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praxisbezug FM

Asset-, Kosten- und Ersatzplanung

Erläuterung:

Die VDI-MT-3810 Blatt 1 fordert eine rechtssichere objektbezogene Betriebsdokumentation und erläutert die Betreiberpflichten sowie den Aufbau einer Betreiberorganisation. Ein Anlagenbuch (Asset Book) erfasst alle technischen Anlagen mit Identnummern, Standorten, Inbetriebnahmedaten, Wartungsprotokollen und Kosten. Moderne Asset-Management-Systeme ermöglichen eine nahtlose Datenauswertung und unterstützen strategische Entscheidungen; sie gewährleisten, dass Anlagendokumentationen vollständig erfasst und für Audits verfügbar sind. Im Facility Management dient das Anlagenbuch als Grundlage für Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Stilllegungsentscheidungen.

Anschluss- und Stromlaufplan (elektrisch) nach DIN EN 61082-1

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Elektrischer Anschluss-/Stromlaufplan

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der elektrischen Anbindung und Steuerung

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV), DIN EN 61082-1

Wesentliche Inhalte

• Einspeisung 

• Melde-/Steuerkreise 

• Schnittstellen

Verantwortlich

Errichter / Installateur

Praxisbezug FM

Wartung, Störungsbeseitigung, GLT-Anbindung

Erläuterung:

Stromlaufpläne gehören zu den funktionsbezogenen Dokumenten nach DIN EN 61082 und werden zu Beginn des Entwurfs einer Anlage erstellt; sie zeigen die Beziehungen der Schaltungsbauteile und dienen später zur Reparatur und Wartung. In Verbindung mit den VOB/C-Normpositionen dienen sie als Nachweis der fachgerechten Installation. Für das Facility Management sind solche Pläne notwendig, um elektrische Fehler schnell zu identifizieren, Anlagenteile korrekt anzuschließen und Änderungen in der Gebäudeleittechnik zu dokumentieren.

Antrag auf behördliche Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Öffentlich-rechtliche Zulässigkeit der Anlage

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Technische Unterlagen 

• Lagepläne 

• Nachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Auftraggeber

Praxisbezug FM

Rechtssicherer Betrieb

Erläuterung:

Die Genehmigungsplanung (Leistungsphase 4 der HOAI) umfasst das Erarbeiten der Vorlagen für alle erforderlichen Genehmigungen und Zustimmungen, einschließlich Anträgen auf Ausnahmen und Befreiungen. Dazu gehören Lage- und Bestandspläne, technische Beschreibungen und Nachweise zur Einhaltung der Brandschutzkonzepte. Im Facility Management müssen diese Antragsunterlagen dauerhaft archiviert werden; sie dienen bei behördlichen Kontrollen als Nachweis für die Rechtskonformität und bilden die Grundlage für spätere Änderungen oder Erweiterungen.

Übersicht der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungs- und Fristenübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Steuerung von Mängel- und Haftungsansprüchen

Rechts- & Normbezug

HOAI, BGB, VOB/B

Wesentliche Inhalte

• Fristen 

• Vertragsgrundlagen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Facility Management

Praxisbezug FM

Gewährleistungsmanagement

Erläuterung:

Die HOAI selbst regelt keine Gewährleistungsfristen; maßgeblich sind die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) und der VOB/B. Nach § 634a BGB beträgt die Verjährungsfrist für Mängel an Bauwerken regelmäßig fünf Jahre. Bei VOB-Verträgen gelten differenzierte Fristen: ein Jahr für feuerberührte Teile industrieller Feuerungsanlagen, zwei Jahre für Arbeiten an Grundstücken und für maschinelle oder elektrotechnische Anlagen, wenn der Auftraggeber die Wartung nicht übertragen hat, und vier Jahre als Regelfrist für Bauwerke. Diese Übersicht unterstützt das Facility Management bei der fristgerechten Mängelanzeige und im Anspruchsmanagement gegenüber Errichtern und Planern.

Aufmaß / Messungen – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufmaß- und Messunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Mengen- und Leistungsnachweis

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Rohrlängen 

• Düsenanzahl 

• Abweichungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Ingenieure

Praxisbezug FM

Abrechnung, Kostenkontrolle

Erläuterung:

In der Leistungsphase 8 (Objektüberwachung) der HOAI haben Fachplaner bei der Bauausführung mitzuwirken, u. a. beim Aufmaß mit den ausführenden Unternehmen und bei der Rechnungsprüfung. Messunterlagen dokumentieren Rohrlängen, Düsenanzahl und etwaige Abweichungen zwischen Planung und Ausführung. Sie sind Grundlage für die Abrechnung der Leistungen und dienen dem Facility Management zur Plausibilisierung von Rechnungen und zur Bewertung von Leistungsänderungen.

Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle (Betrieb)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Prüfprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Betriebs- und Funktionssicherheit

Rechts- & Normbezug

Arbeitsstättenverordnung, ASR A2.2

Wesentliche Inhalte

• Prüfumfang 

• Ergebnisse 

• Mängel 

• Fristen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Betreiberpflichten, Audit- und Versicherungsnachweis

Erläuterung:

Der Arbeitgeber hat Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen gemäß den Herstellerangaben regelmäßig instand zu halten und ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen; die Ergebnisse sind zu dokumentieren. Werden Mängel festgestellt, muss die Feuerlöscheinrichtung unverzüglich instandgesetzt oder ausgetauscht werden. Feuerlöscher sind mindestens alle zwei Jahre durch einen Sachkundigen zu warten. Für automatische Wasserlöschanlagen gelten regelmäßige Funktionsprüfungen und Wartungsintervalle nach DIN EN 14972-1 bzw. den Herstellerangaben. Die Protokolle dienen als rechtssicherer Nachweis gegenüber Behörden, Versicherern und Auditoren.

Ausführungsunterlagen – Komponenten für Schaumlöschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs-/Komponentendokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis normgerechter Komponenten bei kombinierten Systemen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13565-1

Wesentliche Inhalte

• Komponentenspezifikationen 

• Einbauvorgaben

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Wartung, Ersatzteilmanagement

Erläuterung:

Bei Schaumlöschanlagen sind die Komponenten nach DIN EN 13565-1 zertifiziert; diese Norm legt die Anforderungen an Komponenten fest. Für Planung, Einbau und Instandhaltung von Schaumlöschanlagen ist DIN EN 13565-2 maßgeblich; sie fordert regelmäßige Überprüfungen und Tests. In kombinierten Schaum-/Wassernebel-Systemen müssen die Datenblätter der Komponenten (z. B. Düsen, Schaumgeneratoren, Tanks) vorliegen und den Vorgaben der Norm entsprechen. Das Facility Management benötigt diese Unterlagen für die Wartung und das Ersatzteilmanagement sowie als Nachweis gegenüber Sachversicherern.

Bestands- und Inventarpläne – Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestands-/Inventarpläne

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der realisierten Leitungs- und Anlagentopologie

Rechts- & Normbezug

DIN 1986-3, DIN 18381 (VOB/C), DVGW W 551, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Rohrleitungsführung 

• Armaturen 

• Sprinklerköpfe 

• Entwässerung

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Umbauten, Störungsbeseitigung

Erläuterung:

Diese Pläne dokumentieren den as-built-Zustand der Wasserlöschanlage. Bestands- und Inventarpläne erfassen die tatsächliche Leitungsführung inklusive aller Armaturen und Geräte, wie z. B. Sprinklerköpfe oder Ventile. Sie ermöglichen es dem Betreiber und den Instandhaltern, Anlagenkomponenten präzise zu lokalisieren und bei Wartung oder Umbauten gezielt vorzugehen. Brandschutzvorschriften und VOB-Regelungen verlangen, dass solche Pläne regelmäßig aktualisiert werden, damit Änderungen am System jederzeit nachvollziehbar sind. Für das Facility Management sind diese Pläne damit unverzichtbar: Sie bilden die Grundlage für sicheres Arbeiten, hygienische Spülverfahren im Rohrnetz und die Planung von Umbauten, ohne Schutzrohre oder Löschmittelzuführungen unbeabsichtigt zu beschädigen.

Betriebs- und Bedienungsanleitung – Wassernebellöschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Bedienungsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb von Wassernebel-Löschsystemen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 14972-1

Wesentliche Inhalte

• Systembeschreibung 

• Betriebszustände 

• Wartung 

• Sicherheitsmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Betrieb, Schulung, Instandhaltung

Erläuterung:

Die Betriebs- und Wartungsanleitung ist verpflichtende Herstellerdokumentation. Sie enthält alle Details zur sicheren Bedienung der Anlage – von der Funktionsweise der einzelnen Komponenten bis zu Abläufen im Normal- und Störfall. Dargestellt werden etwa Betriebszustände, Zulauf- und Druckanforderungen sowie Vorgehen bei Inbetriebnahme, Stilllegung und Wartung. Nach DGUV-Informationen muss eine solche Anleitung Angaben zur Inbetriebnahme, Auslösung, Wartung und Außerbetriebnahme enthalten. Die Anleitung dient dem Facility Management als zentrale Referenz – sie wird vor der Inbetriebnahme übergeben und bildet die Grundlage für die Einweisung des Personals sowie für die Ableitung objektspezifischer Betriebsanweisungen.

Betriebs- und Bedienungsanleitung – Sprinkleranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Bedienungsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Regelbetrieb und Störfallmanagement von Sprinkleranlagen

Rechts- & Normbezug

VdS CEA 4001 (2021/2024)

Wesentliche Inhalte

• Anlagenbetrieb 

• Ventilstellungen 

• Prüfabläufe

Verantwortlich

Errichter

Praxisbezug FM

Brandschutz, Versicherungsfähigkeit

Erläuterung:

Diese Anleitung regelt verbindlich die Betriebsabläufe der Sprinkleranlage. Sie wird vom Errichter erstellt und beschreibt z. B. die Ventilstellungen für Normalbetrieb oder Wartungsmodus sowie die Abläufe für vorgeschriebene Prüfungen. Für das Facility Management ist diese Dokumentation zentral: Betreiber müssen die darin festgelegten Prozeduren einhalten. Nach FM-Praxis muss eine Sprinkleranlage regelmäßig kontrolliert werden, um einsatzbereit zu bleiben. Sämtliche Prüfergebnisse und Erkenntnisse (z. B. Ventilstellungen, Fehlermeldungen) werden im Sprinkler-Betriebsbuch fortlaufend protokolliert. Nach VDI 6026-1 gehört dieses Protokoll zur laufenden Betreiberdokumentation und wird fortlaufend aktualisiert, um die ständige Funktionstüchtigkeit der Anlage nachzuweisen. Ein vollständig geführtes Sprinkler-Buch ist zudem Voraussetzung für die Versicherbarkeit der Anlage: Nur so kann der Betreiber im Schadensfall belegen, dass Wartungspflichten und Einsatzbereitschaft lückenlos eingehalten wurden.

Interdisziplinäre Betriebsanweisung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Interdisziplinäre Betriebsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Gewerkeübergreifende Organisation des Anlagenbetriebs

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Schnittstellen 

• Verantwortlichkeiten 

• Notfallprozesse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Koordination, Haftungsvermeidung

Erläuterung:

Die interdisziplinäre Betriebsanweisung fasst alle betrieblichen Abläufe quer durch die Gewerke zusammen. Sie wird vom Fachplaner für technische Gebäudeausrüstung erstellt und definiert Schnittstellen sowie Zuständigkeiten im Routinebetrieb und in Notfallsituationen. Beispielsweise legt sie fest, welche Rolle Haustechnik, Elektrotechnik oder Brandschutz bei Wartungsarbeiten oder Alarmen hat. Dadurch kennen alle Beteiligten die einzuhaltenden Schritte, und es entstehen klare Abläufe nach dem KISS-Prinzip. Standardisierte Prozesse (etwa für Kontrollrundgänge oder Eskalationswege) minimieren Schnittstellenfehler und erhöhen die Betriebssicherheit. Für das FM ist dieses Dokument wichtig, da es Koordination fördert und Haftungsrisiken mindert: Bei Audits und Störfällen kann nachvollzogen werden, wer welche Handlung durchführt und welche Abläufe verbindlich sind.

Betriebstagebuch – Allgemein

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch (Betriebsjournal)

Zweck & Geltungsbereich

Laufende Dokumentation des Anlagenbetriebs

Rechts- & Normbezug

VDI-MT 3810-1

Wesentliche Inhalte

• Betriebszustände 

• Störungen 

• Wartungen

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praxisbezug FM

Nachweisführung, Ursachenanalyse

Erläuterung:

Das Betriebstagebuch (nach VDI-MT 3810-1) gewährleistet eine lückenlose Aufzeichnung des Anlagenbetriebs. Darin werden fortlaufend alle relevanten Ereignisse erfasst – von den normalen Betriebszuständen über festgestellte Störungen bis hin zu durchgeführten Wartungen. Jede Eintragung enthält Datum, Uhrzeit, Verantwortliche und eine Beschreibung des Vorfalls. Diese Transparenz ist unabdingbar, um bei Audits oder Schadensfällen den Nachweis zu führen, dass Wartungs- und Prüfzyklen ordnungsgemäß eingehalten wurden. Im Facility Management dient das Betriebsjournal damit als zentrales Nachweisinstrument gegenüber Behörden und Versicherern.

Betriebstagebuch – Schaumlöschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch Schaumlöschanlage

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation des Betriebs von Schaumlöschsystemen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13565-2

Wesentliche Inhalte

• Schaummittel 

• Prüfungen 

• Auslösungen

Verantwortlich

Verantwortliche Person

Praxisbezug FM

Umwelt- und Brandschutz

Erläuterung:

Da Schaummittel oft umweltrelevante Inhaltsstoffe enthalten, erfordert deren Einsatz eine besonders sorgfältige Dokumentation. Im Schaumlösch-Betriebsbuch werden daher neben den Prüfterminen auch die verwendeten Schaummittel (Typ und Verbrauch), Konzentrationsprüfungen sowie jeder Auslöse- oder Entleerungsvorgang vermerkt. So kann der Betreiber jederzeit nachweisen, dass nur zugelassene und umweltverträgliche Schaummittel verwendet und vorschriftsmäßige Funktionsprüfungen durchgeführt wurden. Dies dient sowohl dem behördlichen Nachweis als auch der internen Qualitätssicherung im Brandschutz.

Betriebstagebuch – Sprinkleranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Sprinkler-Betriebstagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis des ordnungsgemäßen Sprinklerbetriebs

Rechts- & Normbezug

VdS 2212, VdS CEA 4001, DIN EN 12845

Wesentliche Inhalte

• Prüfungen 

• Auslösungen 

• Wartungen

Verantwortlich

Errichter, Betreiber, Instandhalter

Praxisbezug FM

Versicherungs- und Behördennachweis

Erläuterung:

Das Sprinkler-Betriebsbuch dokumentiert sämtliche Prüfungs- und Wartungsmaßnahmen sowie Auslösungen der Sprinkleranlage. So stellt der Betreiber sicher, dass alle vorgeschriebenen Inspektionen durchgeführt und protokolliert sind. Gerade im Hinblick auf die Versicherbarkeit der Anlage ist diese lückenlose Dokumentation von zentraler Bedeutung. Elektronische Protokollbücher (z. B. Smartphone-Apps) machen das Erfassen mittlerweile einfach und lesbar. Nach VDI 6026-1 sollte dieses Protokollbuch laufend aktualisiert werden, damit jederzeit ersichtlich ist, dass die Anlage betriebsbereit ist und alle Prüfpflichten eingehalten werden. Bei Schadensfällen dient es als Beleg, dass der Betreiber seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist.

Betriebstagebuch – Wasserlöschanlagen (allgemein)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch Wasserlöschanlagen

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation aller Betriebsereignisse

Rechts- & Normbezug

VdS 2219

Wesentliche Inhalte

• Betriebsdaten 

• Prüfungen 

• Abweichungen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Audit- und Haftungsnachweis

Erläuterung:

Dieses zusammenfassende Betriebstagebuch fasst alle relevanten Betriebsvorgänge der wasserbasierten Löschtechnik an einem Ort zusammen. Hier werden z. B. Wasserverbräuche, Prüfprotokolle aus Sprinklern, Wassernebel- und Schaumanlagen sowie Abweichungen oder Mängel zentral verzeichnet. Auf diese Weise erhält man eine ganzheitliche Übersicht, die sowohl für interne Auswertungen als auch als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern dient. Eine gut geführte, einheitliche Dokumentation zeigt jederzeit, dass alle vorgeschriebenen Kontrollen und Wartungen durchgeführt wurden.

Betriebskostenberechnung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebskostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Prognose und Kontrolle laufender Kosten

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Wasserverbrauch 

• Wartungs- und Prüfkosten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Budgetierung, Kostencontrolling

Erläuterung:

Die Betriebskostenberechnung erfasst und prognostiziert alle laufenden Kosten der wasserbasierten Löschanlagen. Erfasst werden etwa der erwartete Wasserverbrauch (durch Auslösungen, Leckagen o. Ä.), Energie- und Stromkosten (z. B. für Pumpen) sowie Ausgaben für Wartungsverträge und Prüfungen. Facility Manager nutzen diese Zahlen, um Budgets zu planen und Kostentreiber zu identifizieren. Durch die Analyse lassen sich Einsparpotenziale erkennen (z. B. Senkung des Wasserverbrauchs durch Leckagevermeidung). Insgesamt unterstützt die Betriebskostenberechnung die wirtschaftliche Steuerung und die langfristige Budgetplanung der brandschutztechnischen Infrastruktur.

Bewertung / Europäische technische Bauprodukte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bewertung technischer Bauprodukte

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Verwendbarkeit nicht harmonisierter Produkte

Rechts- & Normbezug

Bauproduktenverordnung (EU) 305/2011

Wesentliche Inhalte

• Leistungseigenschaften 

• Verwendungszweck

Verantwortlich

Hersteller / Bewertungsstelle

Praxisbezug FM

Brandschutz- und Haftungsnachweis

Erläuterung:

Gemäß EU-Bauproduktenverordnung muss jedes harmonisierte Bauprodukt eine Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung tragen. Für innovative oder spezielle Komponenten ohne harmonisierte Norm wird stattdessen ein Europäisches Bewertungsdokument (EAD) erstellt, auf dessen Grundlage eine Europäische Technische Bewertung (ETA) erteilt wird. Die ETA ermöglicht dem Hersteller, das Produkt trotzdem CE-konform in Verkehr zu bringen. Für das FM bedeutet dies, dass auch maßgeschneiderte Sonderbauteile (z. B. eigens angepasste Rohrkomponenten oder Fassadenmodule) rechtssicher eingesetzt und dokumentiert werden können. Die ETA und die entsprechende DoP (Leistungserklärung) werden in der Baudokumentation archiviert. Sie gewährleisten, dass sämtliche genutzten Komponenten die geforderten Leistungs- und Sicherheitsanforderungen erfüllen und somit nachweislich zugelassen sind.

Europäisches Bewertungsdokument

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Europäisches Bewertungsdokument / Leistungsbewertung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Eignung und Leistungsmerkmale von Bauprodukten

Rechts- & Normbezug

Verordnung (EU) 305/2011, Verordnung (EU) 2024/3110

Wesentliche Inhalte

• Produktbeschreibung 

• Leistungsmerkmale 

• Verwendungszweck

Verantwortlich

Hersteller / Bewertungsstelle

Praxisbezug FM

Nachweis der bauproduktrechtlichen Konformität

Erläuterung:

Das Europäische Bewertungsdokument (EAD) bildet die Basis für die Bewertung von Bauprodukten, die keinen harmonisierten Normen entsprechen. Es wird vom Hersteller oder einer anerkannten Bewertungsstelle erstellt und legt die Prüfverfahren sowie die wesentlichen Leistungsmerkmale fest (z. B. Materialeigenschaften, Reaktionszeit, Durchflussmenge). Auf dieser Grundlage kann eine Europäische Technische Bewertung (ETA) und letztlich die CE-Kennzeichnung erfolgen. Für das Facility Management ist das EAD unerlässlich, da es als offizieller Nachweis dient, dass alle eingesetzten Komponenten (z. B. Rohrsysteme, Sprinklerköpfe, Ventile) den Anforderungen der EU-Bauprodukteverordnung entsprechen. Damit unterstützt es die rechtskonforme Planung und ermöglicht Behörden, Prüfinstitutionen und Betreibern die Kontrolle der Bauproduktkonformität.

Brandschutz- / Brandfall- / Steuermatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Brandschutz- und Brandfall-Steuermatrix

Zweck & Geltungsbereich

Definition des Anlagenverhaltens im Brand- und Evakuierungsfall

Rechts- & Normbezug

HOAI, VDI 3819-3

Wesentliche Inhalte

• Auslösekriterien 

• Steuerbefehle 

• Prioritäten 

• Schnittstellen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner / Brandschutzfachplaner

Praxisbezug FM

Betrieb, Tests, Feuerwehr- und Behördenabstimmung

Erläuterung:

Die Brandschutz- bzw. Brandfall-Steuermatrix ist ein zentrales, brandschutztechnisches Kerndokument, das alle Auslöse- und Steuerungsvorgänge im Gefahrenfall systematisch abbildet. Gemäß VDI 3819-3 wird darin z. B. festgehalten, welche Sprinklerkreise oder Systeme bei bestimmten Alarmkriterien aktiviert werden, welche Steuerbefehle an die Feuerwehr oder Entrauchungsanlagen weitergeleitet werden und mit welcher Priorität die Befehle abgearbeitet werden. Für das Facility Management dient die Steuermatrix als Planungsgrundlage und Prüf-Instrument: Bei Tests oder Evakuierungsübungen kann anhand der Matrix überprüft werden, ob die Anlage wie vorgesehen reagiert. Gleichzeitig erleichtert sie die Abstimmung mit Feuerwehr und Genehmigungsbehörden, da alle sicherheitsrelevanten Systemverknüpfungen transparent dokumentiert sind.

Lösungsdarstellungen – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Darstellungen der technischen Lösung

Zweck & Geltungsbereich

Ausführungsreife Visualisierung der Löschanlage

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Systemschemata 

• Leitungsführung 

• Einbausituationen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Montage, Betrieb und Umbauten

Erläuterung:

In der HOAI-Leistungsphase 5 werden die grafischen Ausführungsunterlagen erstellt, typischerweise Systemschemata, Rohrleitungspläne und Detailzeichnungen. Diese Unterlagen fixieren die technische Lösung zeichnerisch: Es wird ersichtlich, welche Rohrdimensionen wo verlaufen, welche Komponenten (Ventile, Fittings, Sprinklerköpfe) an welchen Stellen eingebaut werden und wie Zugänge für Wartungsarbeiten vorgesehen sind. Durch diese Ausführungspläne wird sichergestellt, dass die Anlage technisch eindeutig, wartungsfreundlich und betrieblich nachvollziehbar ausgeführt wird. Später dienen die Pläne im Facility Management als wichtiges Referenzmaterial: Sie garantieren, dass die Montage exakt nach Plan erfolgt, und bilden die Basis, um bei Umbauten oder Störungen die ursprüngliche Anordnung nachzuvollziehen.

Lösungsbeschreibung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Lösungsbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der tatsächlich vergebenen Lösung

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18379, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

• Leistungsumfang 

• Systemgrenzen 

• Abweichungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung:

In der HOAI-Leistungsphase 7 wird die tatsächlich zur Ausführung gekommene technische Lösung dokumentiert. Die Lösungsbeschreibung legt verbindlich fest, welche Leistungen, Materialqualitäten und Systemgrenzen im Vertrag vereinbart wurden. Dazu gehören detaillierte Leistungsbeschreibungen aus dem Leistungsverzeichnis sowie alle Abweichungen von der ursprünglichen Planung (z. B. geänderte Hersteller, Bauteilvarianten oder Materialien). Für das Facility Management ist diese Beschreibung sehr wichtig, um Leistungsinhalte, Gewährleistungsansprüche und Nachträge eindeutig bewerten zu können. Nur mit ihr lassen sich die vertraglich geschuldeten Leistungen zweifelsfrei nachweisen und qualitativ kontrollieren. Sie ist damit die Grundlage für vertragliches und sachliches Streitmanagement.

Datenerhebung, Analysen und Optimierungsprozesse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Optimierungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung von Betrieb, Sicherheit und Effizienz

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Betriebsdaten 

• Schwachstellenanalyse 

• Maßnahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kontinuierliche Verbesserung und Effizienzsteigerung

Erläuterung:

Die Datenerhebung und -analyse liefert die Grundlage für die Optimierung des Anlagenbetriebs. Hierzu werden betriebliche Kennwerte erfasst, etwa Laufzeiten und Auslösedaten von Sprinklerkreisen, Druck- und Durchflussmessungen oder Alarmauswertungen. Durch die Auswertung dieser Daten können Schwachstellen erkannt werden – beispielsweise wiederkehrende Fehlalarme, Druckschwankungen oder Verzögerungen beim Auslösen. Auf Basis dieser Ergebnisse leitet man gezielte Maßnahmen ab, etwa Anpassungen der Wartungsintervalle, technische Nachrüstungen oder Änderungen an der Anlagensteuerung, um die Verfügbarkeit und Sicherheit zu erhöhen. Die dafür erstellten Berichte und Protokolle bilden im Facility Management die Grundlage, um den Betrieb der Löschanlage kontinuierlich zu verbessern und dokumentierte Nachweise etwa gegenüber Versicherern oder Aufsichtsbehörden zu führen.

Instandhaltungsunterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungs- und Wartungsdokumente

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung des ordnungsgemäßen Anlagenzustands

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13460

Wesentliche Inhalte

• Wartungsintervalle 

• Maßnahmen 

• Zustandsbewertungen

Verantwortlich

Betreiber / Instandhalter

Praxisbezug FM

Nachweisführung, Auditfähigkeit

Erläuterung:

Die Instandhaltungsunterlagen dokumentieren sämtliche Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der Wasserlöschanlage. Nach DIN EN 13460 muss für jede Komponente festgehalten sein, welche Prüf- oder Wartungsvorgänge in welchen Intervallen erfolgen und welche Ergebnisse (Zustandsbewertungen, Prüfergebnisse) dabei herauskommen. Der Betreiber bzw. sein Instandhaltungsdienstleister ist für die Pflege dieser Dokumente verantwortlich. Im Facility Management dienen die Wartungsprotokolle als Nachweis, dass die Anlage ordnungsgemäß gewartet wurde – dies ist beispielsweise Voraussetzung für einen bestehenden Versicherungsschutz. Bei Audits oder Behördenkontrollen muss lückenlos nachvollziehbar sein, dass alle vorgeschriebenen Inspektionen und Tests durchgeführt wurden, um die Betriebsbereitschaft und Sicherheit der Löschanlage sicherzustellen.

Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Revisionsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis normgerechter Dämm- und Brandschutzmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN 18421 (VOB/C)

Wesentliche Inhalte

• Materialien 

• Einbauorte 

• Ausführungsdetails

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisbezug FM

Brandschutzrevision, Umbauprüfungen

Erläuterung:

Die Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten (gemäß DIN 18421, VOB/C) erfasst alle baulichen Maßnahmen zur Wärme- oder Schallschutzdämmung sowie zum baulichen Brandschutz an Anlagenteilen. Üblicherweise werden dabei die verwendeten Materialien, die konkreten Einbauorte (z. B. Rohrleitungen, Deckendurchbrüche) und ausführende Firmen dokumentiert, oft ergänzt um Detailzeichnungen. Für das Facility Management ist diese Dokumentation essenziell, weil damit sichergestellt ist, dass im Bedarfsfall (etwa bei Revisionen oder Umbaumaßnahmen) nachvollzogen werden kann, wo und wie Brandschutz- und Dämmmaßnahmen umgesetzt wurden. Auf diese Weise können Brandschutzfunktionen langfristig nachgewiesen werden, und spätere Änderungen oder Renovierungen können von den Behörden sicher bewertet werden.

Bauablaufdokumentation / Bautagebuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bautagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Nachvollziehbarkeit des Bau- und Montageprozesses

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Baufortschritt 

• Mängel 

• Abnahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Gewährleistung, Revision, Streitfallklärung

Erläuterung:

Das Bautagebuch dokumentiert chronologisch alle wesentlichen Vorgänge während der Bau- und Montagephase. Es hält Informationen zum Baufortschritt fest (z. B. abgeschlossene Gewerke), verzeichnet festgestellte Mängel oder Unterbrechungen und enthält Ergebnisse von Abnahmen und Prüfungen. Als Teil der Objektüberwachung nach HOAI dient es dazu, den Bauablauf lückenlos nachzuvollziehen. Für das Facility Management ist das Bautagebuch nach Fertigstellung ein zentrales Nachweisdokument: Bei späteren Gewährleistungsansprüchen oder Unstimmigkeiten kann anhand der Aufzeichnungen exakt nachvollzogen werden, wie die Arbeiten abgelaufen sind und welche Entscheidungen getroffen wurden.

Vergabedokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabe- und Wertungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Durchführung des Vergabeverfahrens

Rechts- & Normbezug

VgV, UVgO, VOB/A 2019, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Vergabevermerk 

• Wertung 

• Zuschlagsentscheidung

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Nachtragsmanagement

Erläuterung:

Die Vergabedokumentation umfasst alle Unterlagen, die im Rahmen des Vergabeverfahrens erstellt werden, angefangen vom Vergabevermerk über die Angebotswertung bis hin zur Zuschlagsentscheidung. Sie stellt sicher, dass die Vergabe der Wasserlöschanlage transparent und prüfbar erfolgt. Rechtsgrundlagen sind dabei je nach Auftraggeber die VgV (bei EU-weiten Vergaben), UVgO, VOB/A sowie HOAI. Für das Facility Management ist diese Dokumentation wichtig, da sie die Grundlage für das Vertrags- und Nachtragsmanagement bildet. So kann beispielsweise nachgeprüft werden, ob der wirtschaftlichste Anbieter gewählt wurde oder warum ein Auftrag geändert wurde. Diese Nachvollziehbarkeit ist besonders im öffentlichen Bereich von zentraler Bedeutung.

Spezifische technische Dokumentation – Bauprodukte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauproduktbezogene technische Dokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Leistungsfähigkeit eingesetzter Bauprodukte

Rechts- & Normbezug

Verordnung (EU) 305/2011

Wesentliche Inhalte

• Leistungsangaben 

• Einsatzbedingungen 

• Konformitätsnachweise

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxisbezug FM

Genehmigungs- und Auditnachweis

Erläuterung:

Die technische Dokumentation zu Bauprodukten umfasst insbesondere die Herstellerunterlagen zu einzelnen Komponenten wie Sprinklerköpfen, Rohrleitungen, Ventilen oder Pumpleitungen. Diese Unterlagen enthalten Angaben zu Leistungsmerkmalen, Einsatzbedingungen und Konformitätsnachweisen (z. B. Leistungserklärungen, Prüfzeugnisse, Montageanleitungen). Nach der EU-Bauprodukteverordnung (305/2011, ab 2025: 2024/3110) sind diese Dokumente erforderlich, um die CE-Kennzeichnung zu ermöglichen. Für das Facility Management stellen sie den Nachweis dar, dass alle eingesetzten Produkte die geforderten Norm- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Bei Genehmigungsprüfungen oder Audits dienen sie als Beleg für die bauproduktrechtliche Konformität und Materialgüte.

Eignungsnachweis des ausführenden Unternehmens

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Nachweis der Eignung (Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit)

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung qualifizierter Anbieter für Löschanlagen

Rechts- & Normbezug

VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

• Referenzen für vergleichbare Projekte 

• Qualifiziertes Fachpersonal (z.B. zertifizierte Sprinklerfachkräfte) 

• Technische Ausstattung (z.B. moderne Prüf- und Montageausrüstung)

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug FM

Qualitätssicherung, Haftungsprävention

Erläuterung:

Der Eignungsnachweis gewährleistet, dass nur fachlich geeignete Unternehmen mit der Errichtung brandschutzrelevanter Löschsysteme beauftragt werden. Nach §6a VOB/A muss der Auftraggeber die Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eines Bieters prüfen. Zu den üblichen Nachweisdokumenten gehören Referenzlisten vergleichbarer abgeschlossener Löschanlagenprojekte, Angaben zu qualifiziertem Fachpersonal (z. B. Zertifizierungen von Installationsfachkräften) und Nachweise zur technischen Ausstattung des Unternehmens. Diese Angaben belegen, dass der Anbieter über die nötige Erfahrung und Mittel verfügt, um die Anlage ordnungsgemäß zu planen und zu bauen. Für das Facility Management ist die sorgfältige Prüfung der Eignungsnachweise entscheidend: Nur so lassen sich Risiken durch ungeeignete Auftragnehmer minimieren und die Ausführungsqualität sicherstellen, was Mängel und Haftungsprobleme im Nachhinein erheblich reduziert.

Montage- und Benutzerdokumentation für Schaumlöschkomponenten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installations- und Benutzerdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Einbau und Betrieb von Schaumlöschkomponenten

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13565-1

Wesentliche Inhalte

• Montageanleitungen 

• Betriebshinweise 

• Wartungsanforderungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Herstellerkonformität

Erläuterung:

Diese vom Hersteller gelieferte Dokumentation enthält alle Vorgaben für den fachgerechten Einbau und Betrieb der Schaumlöschtechnik (z. B. Schaumzumischungsanlagen, Pumpen, Düsen). Nach DIN EN 13565-1 muss sie detaillierte Montageanleitungen, Anschlusspläne und Einstellwerte (z. B. Schaummittel-Konzentration) enthalten. Außerdem erläutert sie die sichere Bedienung der Anlage (etwa Füll- und Prüfvorgänge mit Schaummittel) sowie die vorgeschriebenen Wartungsintervalle und Prüfungen. Für das FM sind diese Herstellerunterlagen unerlässlich: Sie bilden die Grundlage für den normgerechten Betrieb und die ordnungsgemäße Instandhaltung der Schaumlöschkomponenten und dienen als Nachweis der Herstellerkonformität bei Inspektionen.

Mengenermittlung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mengenermittlung

Zweck & Geltungsbereich

Quantitative Grundlage für Kosten- und Vergabeberechnung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Rohrlängen 

• Armaturen 

• Löschbereiche

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kostenkontrolle, Nachtragsbewertung

Erläuterung:

Die Mengenermittlung listet alle benötigten Bauteile der Löschanlage mengenmäßig auf: Rohrlängen der Stränge, Anzahl und Typ der Armaturen (z. B. Ventile, Absperrorgane) sowie die Anzahl und Abmessungen der Löschdüsen bzw. Löschbereiche. Sie bildet die Basis für die Kostenschätzung und die Erstellung des Leistungsverzeichnisses (Leistungsphase 6 nach HOAI). Für das Facility Management ist diese Aufstellung wichtig zur Plausibilitätsprüfung der Angebote – sind alle Positionen vollständig erfasst? – sowie zur Bewertung von Nachträgen. Bei Änderungen oder Erweiterungen der Anlage lässt sich mit der Mengenermittlung nachvollziehen, welche zusätzlichen Mengen entstanden sind und ob sie angemessen berechnet werden, was eine transparente Kostenkontrolle ermöglicht.

Fundament- und Aufstellplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Fundament- / Aufstellplan

Zweck & Geltungsbereich

Bauliche Integration von Pumpen, Behältern und Aggregaten

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C)

Wesentliche Inhalte

• Fundamentabmessungen 

• Lastannahmen 

• Anschlusspunkte

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Baukoordination, Standsicherheitsnachweis

Erläuterung:

Der Fundament- und Aufstellplan zeigt die genaue bauliche Einbindung der schweren Komponenten (Pumpen, Tanks, Steuerstände) in das Gebäude. Er enthält die Abmessungen der Fundamentplatten oder -blöcke, die angesetzten Lasten (Eigengewicht der Aggregate, dynamische Belastungen) sowie die exakten Anschlusspunkte für Rohrleitungen und Kabel. Nach VOB/C (z. B. DIN 18381) gehört diese Planausführung zur Installation technischer Anlagen. Für das FM ist der Plan unverzichtbar, um sicherzustellen, dass die Komponenten statisch korrekt aufgestellt werden und um spätere Umbauten abzusichern. Er dient zudem der Baukoordination mit anderen Gewerken (z. B. Koordination der Elektro-Zuleitungen) und bildet eine wichtige Grundlage für den Nachweis der Standsicherheit bei Erweiterungen oder Änderungen der Anlage.

Funktions- und Strangschema – LPH 8 (Ausführung / Bestand)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema (As-Built)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der tatsächlich ausgeführten Löschanlage

Rechts- & Normbezug

DIN 18381, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Rohrnetz 

• Ventile 

• Steuer- und Meldeeinrichtungen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Störungsanalyse

Erläuterung:

Dieses as-built Funktions- und Strangschema dokumentiert die genau installierte Anlage. Es zeigt das vollständige Rohrnetz mit allen Abzweigungen, Ventilen und Absperreinrichtungen sowie sämtliche Steuer- und Überwachungsbauteile (z. B. Druck- oder Durchflusssensoren, Alarmgeber). Als Bestandsplan nach DIN 18381 und VDI 6026-1 ist es der maßgebliche Nachweis der ausgeführten Anlage. Für das FM stellt dieses Schema die zentrale Arbeitsgrundlage dar: Es ermöglicht Betrieb und Wartung im laufenden Betrieb sowie eine schnelle Störungsanalyse. Jeder Wartungspunkt (z. B. ein Ventil oder ein Alarmkontakt) lässt sich eindeutig identifizieren und lokalisieren. Ohne ein aktuelles Bestandsstrangschema wären Fehlersuche und Instandhaltung stark erschwert.

Funktions- und Strangschema – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Systemlogik in der Entwurfsphase

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Löschzonen 

• Medienführung 

• Auslöselogik

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühes Verständnis der Betriebslogik

Erläuterung:

Im Zuge der Entwurfsplanung (HOAI LPH 3) wird ein erstes Funktions- und Strangschema erstellt. Es zeigt die geplanten Löschbereiche (z. B. Brandabschnitte) mit den grundsätzlichen Rohrleitungswegen und Ventilgruppen. Auch die vorgesehene Auslöse- und Steuerungslogik (welcher Sensor oder Alarm in welchem Bereich welche Ventile öffnet) wird in groben Zügen dargestellt. Dieses Konzeptschema gibt dem Facility Management frühzeitig Einblick in die spätere Betriebslogik der Anlage. Dadurch können bereits im Entwurfsstadium Betreiberanforderungen bewertet und erforderliche Schnittstellen (z. B. zur Gebäudeleittechnik oder Brandmeldeanlage) erkannt werden. So trägt es dazu bei, die Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit des Systems von Anfang an sicherzustellen.

Funktions- und Strangschema – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Detailliertes Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Ausführungsreife technische Darstellung

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Detailfunktionen 

• Steuerungslogik 

• Redundanzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb und Wartung

Erläuterung:

In der Ausführungsplanung (HOAI LPH 5) wird das Schema in allen Details ausgearbeitet. Es enthält sämtliche Steuer- und Regelkreise, Alarm- und Rückmeldesysteme sowie Redundanzen (z. B. Ersatzpumpen, Notstromversorgung). Das Ergebnis ist ein ausführungsreifes Gesamtbild der technischen Funktionen der Löschanlage. Für das FM stellen diese Unterlagen die Referenz dar: Instandhaltungsarbeiten und Fehlerdiagnosen können präzise daran ausgerichtet werden. Jeder Wartungs- oder Prüfpunkt (etwa eine Drehung am Ventil oder die Kontrolle eines Sensors) ist nachvollziehbar dokumentiert. So erlaubt dieses detaillierte Schema eine sichere Planung von Wartung und eine effiziente Fehlerbehebung im Anlagenbetrieb.

Funktions- und Strangschema – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogenes Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten Lösung

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18381, DIN 18379

Wesentliche Inhalte

• beauftragte Systemvariante 

• Leistungsgrenzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung:

Nach der Vergabe (LPH 7) wird das Funktionsschema an die tatsächlich beauftragte Systemvariante angepasst. Es zeigt verbindlich, welche technischen Komponenten und Geräte (z. B. Pumpentyp, Steuergerätemodell) liefervertraglich vorgesehen sind, sowie deren Leistungsgrenzen (maximaler Durchfluss, Nenndruck). Damit dokumentiert das Schema exakt die umgesetzte Lösung. Für das FM sind diese Unterlagen im Vertrags- und Gewährleistungsmanagement von Bedeutung: Sie dienen als Nachweis der vereinbarten Ausrüstung und helfen dabei, Mängel oder Änderungswünsche zu bewerten. Kann später ein Fehler oder Bedarf an Erweiterung auftreten, lässt sich mit Hilfe dieses Schemas prüfen, ob die Ausführung der Anlage dem Vertrag entspricht.

Funktionsschema (Prinzipschaltbild) – LPH 2 (Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prinzipschaltbild

Zweck & Geltungsbereich

Grundlegende Darstellung des Löschprinzips

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Systemprinzip 

• Hauptkomponenten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Strategische Entscheidungsgrundlage

Erläuterung:

In der Vorplanung (HOAI LPH 2) entsteht das Prinzipschaltbild der Löschanlage. Dieses Block- oder Fließschema stellt vereinfacht das Grundprinzip der Anlage dar – etwa die Verbindung zum Löschwasservorrat, Pumpenaggregat und Hauptverteilung – ohne Detailmaßstäbe. Es zeigt die wesentlichen Komponenten (wie Behälter, Pumpengruppe oder Schaummitteltank) und ihre grundlegende Funktion (z. B. Wasserzufuhr, Druckaufbau). Für das FM liefert dieses frühe Schema eine wichtige strategische Entscheidungsgrundlage: Anhand des Prinzipschaltbildes lässt sich bereits vorab abschätzen, ob die gewählte Systemart (Sprinkler oder Schaum, Nass- oder Trockensystem) den betrieblichen Anforderungen gerecht wird und welche generellen Ressourcen (Platzbedarf, Wartungsaufwand) erforderlich sind.

Schnittstellen- / Gewerke-Matrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellen-/Trade-Relationship-Matrix

Zweck & Geltungsbereich

Klare Abgrenzung technischer und organisatorischer Schnittstellen

Rechts- & Normbezug

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

• Zuständigkeiten 

• Übergabepunkte 

• Informationsflüsse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Koordination, Haftungsvermeidung

Erläuterung:

In der Schnittstellen- bzw. Gewerke-Matrix werden alle beteiligten Gewerke und deren Verantwortlichkeiten übersichtlich aufgelistet. Nach VDI 6039 wird dabei klar festgelegt, welches Gewerk für welche Systemkomponente oder Leistung zuständig ist (z. B. Rohrleitungen = Sanitär/Versorgung, Elektrik = Elektroinstallation, Gebäudeleittechnik = BMS-Anbindung). Die Matrix zeigt alle Übergabepunkte (z. B. Punkt, an dem die Löschanlage an das Brandmeldesystem anschließt) und die damit verbundenen Informationsflüsse. Für das FM dient sie als zentrales Koordinationsinstrument: Sie stellt sicher, dass keine Zuständigkeitslücke oder -überschneidung entsteht. Damit werden Haftungs- und Koordinationsfehler (etwa beim Anschluss der Steuerleitungen an die Elektroversorgung) vermieden und die Zusammenarbeit der Beteiligten klar geregelt.

Herstellerhandbuch für Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung (DIOM-Handbuch) – Feinsprüh-Löschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

DIOM-Handbuch (Design, Installation, Operation, Maintenance)

Zweck & Geltungsbereich

Herstellerkonforme Auslegung, Errichtung und Bewirtschaftung

Rechts- & Normbezug

DIN EN 14972-1

Wesentliche Inhalte

• Systemauslegung 

• Installationsvorgaben 

• Betriebsparameter 

• Wartungsanforderungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Referenz für Planung, Betrieb, Audits

Erläuterung:

Das DIOM-Handbuch ist das zentrale Herstellerdokument für Feinsprüh-Löschanlagen (Wassernebelsysteme) und dient als verbindliche Grundlage für den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Es enthält alle notwendigen Angaben zur Systemauslegung, Installationsvorgaben, Betriebsparemeter und Wartungsanforderungen, wie sie in DIN EN 14972-1 beschrieben sind. Im Facility Management wird dieses Handbuch als normgerechte Referenz verwendet: Es garantiert, dass Anpassungen, Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen herstellerkonform und nach aktuellem Stand der Technik erfolgen. Damit sichert das DIOM-Handbuch im Betrieb die Betriebs- und Versicherungskonformität der Feinsprüh-Löschanlage ab.

Prüf- und Inspektionsprogramm – Sprinkleranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Inspektionsprogramm

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Festlegung aller Prüfungen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12845

Wesentliche Inhalte

• Prüfintervalle 

• Prüfumfang 

• Zuständigkeiten

Verantwortlich

Errichter

Praxisbezug FM

Prüfplanung, Auditfähigkeit

Erläuterung:

Das Prüf- und Inspektionsprogramm für Sprinkleranlagen legt systematisch alle erforderlichen Prüfungen und Kontrollen fest. Basierend auf DIN EN 12845 listet es Prüfintervalle, Umfang und Verantwortlichkeiten auf und umfasst Funktionsprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowie Sichtinspektionen der Anlage. Es wird in der Regel vom Errichter erstellt und garantiert, dass alle sicherheitsrelevanten Kontrollen planmäßig durchgeführt werden. Für das Facility Management ist dieses Programm essenziell, um die regelmäßige Funktionssicherheit der Anlage sicherzustellen und um Versicherungs- und Behördenanforderungen zu erfüllen.

Prüfbericht – Feinsprüh-Löschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der durchgeführten Prüfungen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 14972-1

Wesentliche Inhalte

• Prüfergebnisse 

• Abweichungen 

• Maßnahmen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Nachweisführung, Gewährleistung

Erläuterung:

Der Prüfbericht dokumentiert detailliert alle Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen und Inspektionen an der Feinsprüh-Löschanlage (Funktionsfähigkeit, festgestellte Mängel und durchgeführte Maßnahmen). Er belegt den Ist-Zustand der Anlage und ist ein zentrales Nachweisdokument. Versicherer und Behörden verlangen in ihren Brandschutzklauseln oft, dass sämtliche Prüfungen sowie Wartungen lückenlos dokumentiert werden. In diesem Sinne kann der Prüfbericht bzw. ein Protokollbuch vom Betreiber gemeinsam mit dem Gutachter eingesehen werden und dient als Nachweis der Erfüllung aller Prüf- und Instandhaltungsverpflichtungen. Damit unterstützt er das Facility Management bei der Nachweisführung gegenüber Versicherungen und im Gewährleistungsfall.

Prüfprogramm – Feinsprüh-Löschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprogramm

Zweck & Geltungsbereich

Herstellerdefinierte Prüfsystematik

Rechts- & Normbezug

DIN EN 14972-1

Wesentliche Inhalte

• Prüfschritte 

• Intervalle 

• Kriterien

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Ergänzung zum Betreiber-Prüfkonzept

Erläuterung:

Das herstellerseitige Prüfprogramm für Feinsprüh-Löschanlagen ergänzt das Betreiber-Konzept um die detaillierten Vorgaben des Herstellers. Es enthält exakt definierte Prüfschritte, Intervalle und Akzeptanzkriterien für die regelmäßig durchzuführenden Tests der Anlage. Damit wird gewährleistet, dass alle Inspektionen herstellerkonform und normgerecht durchgeführt werden. Für das Facility Management dient dieses Dokument als zusätzliche Leitlinie: Es stellt sicher, dass die Prüfungen den spezifischen, von der Zulassung geforderten Anforderungen entsprechen.

Installationsbescheinigung – Sprinkleranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installationsbescheinigung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis norm- und regelkonformer Errichtung

Rechts- & Normbezug

VdS CEA 4001, DIN EN 12845

Wesentliche Inhalte

• Ausführungsbestätigung 

• Regelwerksbezug 

• Abnahmefreigabe

Verantwortlich

Errichter

Praxisbezug FM

Voraussetzung für Betrieb und Versicherung

Erläuterung:

Die Installationsbescheinigung dokumentiert, dass die Sprinkleranlage ordnungsgemäß nach den geltenden Normen und Richtlinien (z. B. VdS CEA 4001 und DIN EN 12845) installiert wurde. Sie enthält üblicherweise eine Ausführungsbestätigung, den Bezug auf das anzuwendende Regelwerk und die Freigabe zur Inbetriebnahme. In der Praxis ist diese Bescheinigung unerlässlich: Viele Versicherungsverträge und auch Bauordnungsbehörden verlangen sie als Nachweis der rechtskonformen Abnahme der Löschanlage. Ohne eine gültige Installationsbescheinigung darf die Anlage oft nicht in Betrieb genommen werden und besteht kein (voller) Versicherungsschutz.

Instandhaltungsbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis durchgeführter Wartungsmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

• Tätigkeiten 

• Befunde 

• Empfehlungen

Verantwortlich

Instandhalter

Praxisbezug FM

Zustandsbewertung, Haftungsnachweis

Erläuterung:

Der Instandhaltungsbericht ist das Dokument, in dem alle geplanten und durchgeführten Wartungsarbeiten an der Löschanlage (Preventivwartungen, Inspektionen, Reparaturen) festgehalten werden. Nach DIN EN 13306 zählt zur Instandhaltung auch die Bereitstellung aller erforderlichen Dokumente und Informationen. Im Instandhaltungsbericht werden die ausgeführten Tätigkeiten, festgestellte Befunde (z. B. Verschleiß oder Mängel) und Empfehlungen für Folgemaßnahmen beschrieben. So ermöglicht der Bericht dem Facility Management eine lückenlose Zustandsverfolgung der Anlage. Er dient außerdem als Haftungsnachweis: Im Schadensfall kann damit nachgewiesen werden, dass alle erforderlichen Wartungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Instandhaltungsplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsplan

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Planung aller Wartungsmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306, DIN EN 15331

Wesentliche Inhalte

• Maßnahmen 

• Intervalle 

• Ressourcen

Verantwortlich

Instandhalter / Facility Management

Praxisbezug FM

Planungssicherheit, Budgetierung

Erläuterung:

Der Instandhaltungsplan ist das zentrale Planungswerkzeug für alle Wartungs- und Instandsetzungsaktivitäten der Anlage. Er listet sämtliche erforderlichen Maßnahmen, deren Intervalle sowie die benötigten Ressourcen (Personal, Material, Ersatzteile) auf. Nach modernen Standards (z. B. digitaler Instandhaltungsplanung) ermöglicht ein solcher Plan, Wartungsintervalle exakt nach Herstellerangaben und Normforderungen zu definieren. Dadurch gewährleistet der Instandhaltungsplan langfristige Sicherheit und Budgetkontrolle: Er schafft Planungssicherheit für das FM und erlaubt, Kosten- und Personalbedarf rechtzeitig zu budgetieren. Dies trägt wesentlich zum dauerhaften Werterhalt der Anlage bei.

Instandhaltungszeitplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungszeitplan

Zweck & Geltungsbereich

Terminliche Koordination der Wartung

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

• Termine 

• Zuständigkeiten

Verantwortlich

Instandhalter / Facility Management

Praxisbezug FM

Ressourcen- und Einsatzplanung

Erläuterung:

Der Instandhaltungszeitplan verknüpft die Inhalte des Instandhaltungsplans mit konkreten Terminen und Zuständigkeiten. Er dient der termingerechten Koordination aller Wartungsmaßnahmen, indem er festlegt, wann welche Aufgabe durch wen auszuführen ist. Auf diese Weise lassen sich Personal- und Materialeinsatz optimal planen und Engpässe vermeiden. Ein gepflegter Zeitplan sorgt dafür, dass im laufenden Betrieb keine Prüf- oder Wartungsintervalle überzogen werden und unterstützt das FM bei der Einsatz- und Ressourcensteuerung.

Anlagen- / Inventarliste

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Inventarliste

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige Erfassung der Löschanlagen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

• Anlagennummer 

• Standort 

• Typ 

• Zustand

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praxisbezug FM

Prüf-, Wartungs- und Budgetplanung

Erläuterung:

Die Anlagen- oder Inventarliste bildet die Basis der Betreiber- und Instandhaltungsorganisation. Sie erfasst alle Löschanlagen (inkl. Sprinkler- und Feinsprühsysteme) mit eindeutiger Kennung, Standort, Typ, Hersteller und technischem Zustand. Nach den Grundlagen der Instandhaltung (DIN EN 13306) müssen alle „instand zu haltenden Einheiten“ erfasst werden, um gezielt Maßnahmen planen zu können. Die Inventarliste wird fortlaufend gepflegt und dient dem FM, um Prüf- und Wartungsarbeiten sowie Investitionen standort- und anlagenbezogen zu planen und nachzuverfolgen. Integriert man sie in ein CAFM- oder Instandhaltungs-Managementsystem, erhält man die Grundlage für eine systematische Budgetierung und Zustandsüberwachung.

Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung (Ergebnisdokument)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufgabenklärung

Zweck & Geltungsbereich

Definition von Zielen, Anforderungen und Randbedingungen

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Schutzziele 

• Nutzung 

• Schnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Grundlage für bedarfsgerechte Planung

Erläuterung:

Die Aufgabenklärung ist ein Ergebnisdokument der HOAI-Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) und wird meist von den Fachplanern der Technischen Gebäudeausrüstung erstellt. Sie definiert verbindlich die Schutzziele, Nutzeranforderungen und Rahmenbedingungen der TGA-Anlagen (z. B. erforderliche Löschleistung, Schutzklassen, Brandschutzaufgaben). Durch die frühzeitige Festlegung dieser Anforderungen stellt die Aufgabenklärung sicher, dass alle betrieblichen und brandschutztechnischen Belange von Anfang an berücksichtigt werden. Fehlplanungen werden so vermieden und spätere Nachträge im Betrieb minimiert. Für das Facility Management bildet sie die Basis, um die Anlagenbedarfe passgenau zu ermitteln und die späteren betrieblichen Abläufe und Wartungskonzepte korrekt auszurichten.

EG-Konformitätserklärung für Bauprodukte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

EG-Konformitätserklärung (Bauprodukte)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Übereinstimmung der eingesetzten Bauprodukte mit den einschlägigen technischen Regeln

Rechts- & Normbezug

DIN 18384 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Produktidentifikation 

• angewandte Normen 

• Konformitätsbewertung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Abnahme, Genehmigungen, Versicherungsnachweise

Erläuterung:

Die EG-Konformitätserklärung ist eine vom Hersteller ausgestellte Erklärung, dass das Produkt allen relevanten EU-Richtlinien und harmonisierten Normen entspricht und damit das CE-Kennzeichen führen darf. Sie listet üblicherweise die angewandten EU-Normen oder -Richtlinien (etwa die EU-Bauproduktenverordnung) sowie die eindeutige Produktidentifikation auf. Für das FM ist das Einholen dieser Erklärung vor der Installation jedes relevanten Bauteils (z. B. eines neuen Sprinklerkopfs, Rohrs oder der Pumpenanlage) zwingend. Sie bietet den rechtssicheren Nachweis, dass das verwendete Bauteil die vorgeschriebenen Sicherheits- und Leistungsanforderungen erfüllt. Liegt keine Konformitätserklärung vor, ist die Verwendung des Produkts in der Anlage nicht zulässig. Der Facility Manager archiviert die EG-Konformitätserklärungen als Teil der Konformitätsdokumentation des Gebäudes. Bei Abnahmen, behördlichen Kontrollen oder Versicherungsprüfungen dienen sie als unmittelbarer Nachweis dafür, dass alle Systemkomponenten zertifiziert und normgerecht sind, wodurch Haftungsrisiken minimiert und die Betriebssicherheit gewährleistet werden.

Kostenschätzung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenschätzung

Zweck & Geltungsbereich

Grobe Kosteneinschätzung in frühen Planungsphasen

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Kostenkennwerte 

• Vergleichswerte 

• Annahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Strategische Investitionsentscheidung

Erläuterung:

Die Kostenschätzung stellt eine vorläufige Überschlagsrechnung dar, die in frühen Planungsphasen (beispielsweise während der Grundlagenermittlung oder Vorplanung) erstellt wird. Sie basiert auf Erfahrungswerten, Kostenkennzahlen und ersten Mengenannahmen nach DIN 276. Ziel ist es, dem Betreiber und FM frühzeitig eine Größenordnung der Investitionskosten aufzuzeigen. Dieses Dokument unterstützt das FM bei der strategischen Budget- und Variantenentscheidung: Der Betreiber kann anhand der groben Kostenschätzung prüfen, welche Projektvarianten finanziell machbar sind, und erste Investitionsfreigaben abstimmen. Aufgrund des begrenzten Informationsstands weist die Kostenschätzung jedoch nur eine eingeschränkte Genauigkeit auf (typisch ±30 % oder mehr) und dient vor allem der Orientierung bei der Festlegung eines ersten finanziellen Rahmens.

Kostenberechnung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Ermittlung der voraussichtlichen Investitionskosten

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Kostengruppen 

• Mengen 

• Preisannahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Budgetfreigabe, Wirtschaftlichkeitsbewertung

Erläuterung:

Die Kostenberechnung ist eine detailliertere Kalkulation der erwarteten Baukosten und wird üblicherweise nach Abschluss der Entwurfsplanung erstellt. Sie orientiert sich an den Kostengliederungen der DIN 276 und erfasst konkrete Mengen (z. B. Rohrlängen, Materialmengen) und Einheitspreise, um die voraussichtlichen Gesamtkosten zu ermitteln. Für das Facility Management ist die Kostenberechnung die verbindliche Grundlage für die Finanzierungsfreigabe: Auf Basis dieser Berechnung werden die Budgets offiziell genehmigt und Wirtschaftlichkeitsanalysen durchgeführt. Spätere Angebote und Abrechnungen werden mit der Kostenberechnung abgeglichen, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Durch die systematische Kostengliederung und -dokumentation ermöglicht die Kostenberechnung eine transparente Budgetkontrolle während der Projektumsetzung.

Kostenfeststellung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenfeststellung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der tatsächlich angefallenen Kosten

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Endkosten 

• Abweichungen 

• Nachträge

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Abschlusscontrolling, Benchmarking

Erläuterung:

Die Kostenfeststellung dokumentiert nach Abschluss der Bauarbeiten die tatsächlich angefallenen Kosten. Sie wird auf Basis der Schlussrechnungen der ausführenden Firmen erstellt und zeigt gegenüber der Kostenberechnung, welche Abweichungen (z. B. durch Nachträge oder Preisänderungen) eingetreten sind. Für das FM ist die Kostenfeststellung zentral, um die Kostenstabilität des Projekts zu bewerten. Sie liefert die Kennzahlen für das Abschluss-Controlling und ermöglicht es, Erfahrungen für künftige Projekte zu sammeln (Benchmarking). Beispielsweise kann daraus abgeleitet werden, ob die Planung realistisch war oder ob bei ähnlichen Projekten Anpassungen in der Kostenplanung nötig sind.

Leistungs- und Funktionsprüfungen (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Messprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der planungs- und vertragskonformen Funktion

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Prüfszenarien 

• Messwerte 

• Soll-Ist-Vergleich

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Abnahme, Betriebssicherheit, Störungsanalyse

Erläuterung:

Leistungs- und Funktionsprüfungen werden nach der Montage der Anlage durchgeführt, um die fachgerechte Funktion aller Komponenten sicherzustellen. Dazu werden unter anderem Probeläufe gefahren und Messungen vorgenommen (z. B. zur Durchflussmenge, Druckverhältnissen oder zum Auslösen von Armaturen). Die Protokolle dokumentieren die Prüfszenarien, die gemessenen Werte und einen Soll-Ist-Vergleich für jedes Kriterium. Für das FM sind diese Prüf- und Messprotokolle entscheidend: Sie bilden die Grundlage für die Abnahme der Anlage und gewährleisten den Betriebssicherheitsnachweis. Später dienen sie als Referenz, wenn Funktionsstörungen analysiert werden müssen, da sie den ursprünglichen Zustand der Anlage bei Inbetriebnahme festhalten. Oft verlangen Normen und Brandschutzvorschriften solche Protokolle explizit als Nachweis für eine ordnungsgemäße Inbetriebnahme.

Installationspläne – Wasserlöschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installations- und Verlegepläne

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Leitungsführung und Anordnung

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Rohrnetze 

• Armaturen 

• Anschlussstellen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Wartung, Umbauten, Leckageortung

Erläuterung:

Installationspläne zeigen die konkrete Leitungsführung und Anordnung aller Komponenten der Wasserlöschanlage. Sie enthalten zeichnerische Darstellungen der Rohrnetze, Armaturen, Hydranten, Pumpen und Ventile sowie der Löschwasseranschlussstellen. Diese Pläne werden vom Errichter bei der Inbetriebnahme erstellt und dienen dem Facility Management als unverzichtbares Bestandsverzeichnis. Sie unterstützen Wartungsarbeiten (z. B. Kontrolle aller Ventile und Hydranten), erleichtern spätere Umbauten oder Erweiterungen (etwa wenn Bauwerke geändert werden) und helfen bei der Ortung von Leckagen. Ohne aktuelle Installationspläne wäre eine effiziente Instandhaltung kaum möglich. Daher müssen diese Pläne sorgfältig archiviert und bei Änderungen fortlaufend aktualisiert werden.

Verwendbarkeitsnachweise für Bauprodukte (Einzelfall)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Verwendbarkeitsnachweis im Einzelfall

Zweck & Geltungsbereich

Genehmigung nicht geregelter Bauprodukte

Rechts- & Normbezug

HBauO

Wesentliche Inhalte

• Produktbeschreibung 

• Einsatzbereich 

• Genehmigung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Bauaufsichtliche Zulässigkeit

Erläuterung:

Ein Verwendbarkeitsnachweis im Einzelfall ist erforderlich, wenn ein Produkt oder Verfahren eingesetzt werden soll, für das keine harmonisierte Norm oder Zulassung vorliegt. Er dient dazu, im Rahmen der Landesbauordnung (hier HBauO) die baurechtliche Zulässigkeit eines speziellen Produkts nachzuweisen. Zu den Inhalten gehören eine ausführliche Produktbeschreibung, der vorgesehene Einsatzzweck und typischerweise ein Gutachten oder Prüfbericht, der belegt, dass das Produkt sicher eingesetzt werden kann. Für das FM ist dieser Nachweis wichtig, um die Genehmigungsfähigkeit besonderer Lösungen zu gewährleisten. Wird beispielsweise eine neuartige Rohrbefestigung ohne europäische Norm verwendet, muss sie durch einen Verwendbarkeitsnachweis offiziell zugelassen sein. Fehlt ein solcher Nachweis, droht ein Abnahmeverbot. Der Betreiber archiviert den Nachweis, damit er bei Bedarf Behörden oder Prüfern vorgelegt werden kann.

Bauphysikalische und statische Nachweise (Dämm-/Brandschutzarbeiten)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauphysikalische und statische Nachweise

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Trag- und Brandschutzwirkung

Rechts- & Normbezug

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Materialkennwerte 

• Einbausituationen

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisbezug FM

Brandschutzrevision, Umbauprüfungen

Erläuterung:

Werden im Zuge der Installation oder Wartung bauliche Maßnahmen vorgenommen (z. B. Wärmedämmung von Rohrleitungen oder Durchdringungen von feuerbeständigen Wänden), müssen Nachweise erbracht werden, dass Tragfähigkeit und Brandschutzwirkung erhalten bleiben. Die bauphysikalischen und statischen Nachweise dokumentieren Materialeigenschaften und Einbaubedingungen (z. B. Feuerwiderstandsklassen von Dämmstoffen oder Tragwerksberechnungen). Nach DIN 18421 sind solche Nachweise bei Dämm- und Brandschutzmaßnahmen zwingend, damit die Funktion der Bauteile gesichert ist. Für das FM sind diese Nachweise bei späteren Umbauten oder Brandschutzprüfungen unverzichtbar: Sie gewährleisten, dass der dauerhafte Brandschutz nicht beeinträchtigt wurde, und müssen bei jeder Änderung hinzugezogen werden, um die Sicherheitsanforderungen nachzuweisen.

Objektbegehungsbericht – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Objektbegehungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation des Ist-Zustands

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Feststellungen 

• Mängel 

• Empfehlungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Maßnahmenplanung, Optimierung

Erläuterung:

Ein Objektbegehungsbericht dokumentiert den Ist-Zustand der technischen Ausrüstung in regelmäßigen Abständen oder nach der Fertigstellung. Hierbei inspiziert ein Fachingenieur oder TGA-Planer vor Ort die Anlage und erfasst alle Feststellungen wie funktionierende Systeme, erkannte Mängel und Optimierungspotenziale. Der Bericht enthält in der Regel detaillierte Beschreibungen und ggf. Fotos der Situation sowie Empfehlungen für weitere Maßnahmen. Im FM dient er als Planungsgrundlage für Instandhaltungs- und Optimierungsarbeiten. Durch die Priorisierung empfohlener Maßnahmen können begrenzte Mittel zielgerichtet eingesetzt und die Betriebssicherheit kontinuierlich verbessert werden. Der Objektbegehungsbericht erhöht somit die Transparenz und Planbarkeit des Anlagenbetriebs.

Anschluss- und Medienpläne für gelieferte Anlagenteile

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss- und Medienpläne

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der korrekten Anbindung der Löschanlage an Wasser-, Energie- und Steuerungssysteme

Rechts- & Normbezug

HOAI; VDI 6026 (Strukturierung der Unterlagen)

Wesentliche Inhalte

• Rohranschlüsse 

• Pumpenanbindungen 

• Steuer- und Meldeleitungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Störungsbehebung, Umbauten

Erläuterung:

Diese Pläne geben die physikalischen Schnittstellen für die Anbindung der Löschanlage an das Gebäude vor. Sie ermöglichen dem Facility Management sichere Eingriffe, Erweiterungen und Instandhaltungsarbeiten und verhindern Fehlanschlüsse. Durch die nachvollziehbare Zuordnung von Rohrleitungen, Pumpen und Steuerleitungen sind Änderungen im Bestand sowie Störungsanalysen effektiv möglich.

Planungskonzept – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Planungskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Zusammenfassende Darstellung des gewählten Löschsystems und der Schutzstrategie

Rechts- & Normbezug

HOAI; VDI 6026 (Dokumentationsstruktur)

Wesentliche Inhalte

• Löschverfahren 

• Schutzziele 

• Systemgrenzen 

• Redundanzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Strategische Grundlage für Betrieb und Brandschutzorganisation

Erläuterung:

Das Planungskonzept verknüpft betriebliche, bauliche und brandschutztechnische Anforderungen zu einer ganzheitlichen Schutzstrategie. Es definiert, welches Löschverfahren eingesetzt wird, welche Schutzziele erreicht werden sollen und wo Systemgrenzen liegen. Redundanzen und Notfallszenarien werden frühzeitig berücksichtigt, wodurch das Facility Management bei späteren Anpassungen auf eine konsistente Referenz zurückgreifen kann.

Preisliste – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Preisliste

Zweck & Geltungsbereich

Transparente Darstellung von Kostenansätzen für Anlage und Nebenleistungen

Rechts- & Normbezug

HOAI (Kostenberechnung), Honorarermittlung über Leistungsphasen

Wesentliche Inhalte

• Einheitspreise 

• Wartungs- und Ersatzteilkosten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kostenkontrolle, Nachtragsbewertung

Erläuterung:

Eine transparente Preisliste ermöglicht dem Facility Management die wirtschaftliche Bewertung der Löschanlage. Sie dient als Referenz für Betriebskosten, Instandhaltungsbudgets und Nachtragsverhandlungen und schafft Planungs- und Kostensicherheit über den Lebenszyklus der Anlage.

Produktkennzeichnung – Pumpen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Produkt- und Typkennzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Eindeutige Identifikation sicherheitsrelevanter Pumpen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 809 „Pumpen und Pumpenaggregate für Flüssigkeiten – Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen“

Wesentliche Inhalte

• Typ 

• Leistungsdaten 

• Herstellerangaben

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Ersatzteilmanagement, Prüfungen

Erläuterung:

Die Produktkennzeichnung nach DIN EN 809 stellt sicher, dass Pumpen eindeutig identifiziert und dokumentiert werden. Sie enthält Angaben über Typ, Leistungsklasse und Hersteller und wird vom Hersteller im Rahmen der EU-Maschinenrichtlinie erstellt. Für das Facility Management ist diese Kennzeichnung unverzichtbar, um kompatible Ersatzteile zu beschaffen, Wartungen korrekt durchzuführen und die Normkonformität nachzuweisen.

Mängelbeseitigungsprotokoll aus der Abnahme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Protokoll zur Mängelbeseitigung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Beseitigung abnahmerelevanter Mängel

Rechts- & Normbezug

HOAI (Objektüberwachung/Abnahme), VOB/B

Wesentliche Inhalte

• Mängelbeschreibung 

• Fristen 

• Bestätigung der Erledigung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Gewährleistungs- und Haftungsmanagement

Erläuterung:

Das Mängelbeseitigungsprotokoll dokumentiert, welche Mängel im Rahmen der Abnahme festgestellt wurden und wie sie behoben wurden. Es bildet die Grundlage für die Gewährleistungsverfolgung und stellt sicher, dass die Anlage ordnungsgemäß in den Regelbetrieb überführt wird. Für das Facility Management ist dieses Protokoll ein wesentliches Instrument, um Haftungsrisiken zu minimieren und Ansprüche gegenüber Auftragnehmern durchzusetzen.

Druck- und Dichtheitsprüfbericht (Trinkwasser-/Gasleitungen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht Druck- und Dichtheitsprüfung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Dichtheit und Betriebssicherheit von Trinkwasser- und Gasleitungen

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C); Druckprüfung nach DVGW-TRWI/DIN 1988

Wesentliche Inhalte

• Prüfdruck 

• Prüfdauer 

• Ergebnis

Verantwortlich

Installationsunternehmen

Praxisbezug FM

Sicherheits- und Haftungsnachweis

Erläuterung:

Trinkwasser- und Gasleitungen müssen nach Fertigstellung einer Druck- und Dichtheitsprüfung unterzogen werden. Nach VOB/C DIN 18381 handelt es sich dabei um eine Nebenleistung; die Druckprüfung erfolgt nach der DVGW-TRWI und DIN 1988. Der Prüfdruck muss mindestens das 1½-fache des Betriebsdrucks betragen, mindestens jedoch 15 bar, und während einer Prüfdauer von zehn Minuten darf kein Druckabfall auftreten. Der Prüfbericht dokumentiert die Prüfbedingungen und Ergebnisse und belegt gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherungen die ordnungsgemäße Ausführung. Für das Facility Management ist dieser Bericht wichtig, um Leckagen, Korrosionsschäden und Folgeschäden zu vermeiden.

Druck-, Dichtheits- und Festigkeitsprüfbericht (Feuerlöschwasseranlagen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht Löschwasseranlage

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Einsatzfähigkeit und Festigkeit der Löschwasserführung

Rechts- & Normbezug

DIN 14462 – anerkannte Regeln für Planung, Einbau, Inbetriebnahme, Prüfung und Instandhaltung von Hydranten-/Löschwasseranlagen

Wesentliche Inhalte

• Prüfdaten 

• Belastungsnachweise 

• Freigabe

Verantwortlich

Errichter der Feuerlöschanlage

Praxisbezug FM

Abnahme, Versicherung, Behördennachweis

Erläuterung:

Die DIN 14462 definiert die anerkannten Regeln der Technik für Planung, Einbau, Inbetriebnahme, Prüfung und Instandhaltung von Wandhydranten- und Löschwasseranlagen. Sie wird in den Landesbauordnungen und bei Bauabnahmen verbindlich gefordert. Der Druck-, Dichtheits- und Festigkeitsprüfbericht dokumentiert die Belastungsproben, die Standfestigkeit der Leitungen und die Dichtheit der Anlage. Für das Facility Management ist dieses Dokument ein zentrales Sicherheits- und Nachweisdokument, insbesondere bei Audits, Versicherungsprüfungen und behördlichen Kontrollen.

Unterweisungsprotokoll – Wartungs- und Betriebspersonal (Wasser/Gas/Abwasser)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungsprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachgerechten Einweisung des Betriebspersonals in Funktion, Bedienung und Wartung der Wasser-, Gas- und Abwasseranlagen

Rechts- & Normbezug

• DIN 18381 (VOB/C)
• DIN 1988-600
• DIN 1986-3; Arbeitsschutzgesetz/Betriebssicherheitsverordnung

Wesentliche Inhalte

• Inhalte der Unterweisung (Funktion, Notbedienung, Fehlermeldungen) 

• Teilnehmer und Unterschriften 

• Datum, durchführende Fachfirma

Verantwortlich

Errichter/Installationsfirma

Praxisbezug FM

Arbeitssicherheit, Betreiberpflichten

Erläuterung:

Das Unterweisungsprotokoll belegt, dass das für Betrieb und Wartung zuständige Personal sachkundig und sicher mit der Anlage umgehen kann. Die DIN 18381, DIN 1988-600 und DIN 1986-3 fordern eine ordnungsgemäße Unterweisung; im Protokoll werden die behandelten Inhalte, Notbedienungsmaßnahmen, Störfallmeldungen, die Teilnehmer und die durchführende Fachfirma dokumentiert. Nach dem Arbeitsschutzgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung sind Betreiber verpflichtet, ihre Mitarbeiter regelmäßig zu schulen. Für das Facility Management ist dieser Nachweis Teil der Übergabedokumentation und Grundlage für spätere Schulungen.

Unterweisungsprotokoll – Schaumlöschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungsprotokoll Schaumlöschsysteme

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb spezieller Löschmedien (Schaumlöschsysteme)

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13565-2 – Planung, Einbau, Abnahme, Inspektion und Wartung von Schaumlöschanlagen

Wesentliche Inhalte

• Systemaufbau 

• Bedienung 

• Störfallmaßnahmen

Verantwortlich

Errichter

Praxisbezug FM

Notfallmanagement, Betriebssicherheit

Erläuterung:

Schaumlöschanlagen unterliegen besonderen Betriebs- und Umweltanforderungen. DIN EN 13565-2 schreibt vor, dass diese Anlagen vor der Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen einer Abnahmeprüfung zu unterziehen sind; während des Betriebs sind sie regelmäßig zu inspizieren und zu warten. Das Unterweisungsprotokoll stellt sicher, dass das Betriebspersonal über den Systemaufbau, die Bedienung, die Störfallmaßnahmen und umweltrelevante Aspekte informiert ist. Dadurch kann das Facility Management einen sicheren und umweltverträglichen Betrieb gewährleisten.

Prüf- und Herstellerzertifikate für Bauprodukte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Herstellerzertifikate

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normkonformen Bauprodukte

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN EN 12201; DIN EN 10255; EU-Bauprodukteverordnung

Wesentliche Inhalte

• Prüfzeugnisse 

• Konformitätsnachweise 

• Typen- und Chargennummern

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Abnahme, Audit- und Behördennachweis

Erläuterung:

Prüf- und Herstellerzertifikate dienen als rechtlicher und technischer Nachweis, dass eingesetzte Bauprodukte (z. B. Rohrleitungen, Armaturen, Ventile) den einschlägigen Normen entsprechen. Die DIN 18381 enthält die allgemeinen technischen Vertragsbedingungen für Installationsarbeiten; die DIN EN 12201 und DIN EN 10255 regeln Eigenschaften von Kunststoff- bzw. Stahlrohren, und die EU-Bauprodukteverordnung schreibt eine Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung vor. Der Hersteller stellt Prüfzeugnisse und Konformitätsnachweise bereit, die Typen- und Chargennummern, Prüfergebnisse und Werkstoffnachweise enthalten. Im Facility Management müssen diese Zertifikate dauerhaft aufbewahrt werden, um bei Abnahmen, Audits oder Schadensfällen die ordnungsgemäße Verwendung der Komponenten zu belegen.

Prüfbericht (FK) – Fachkundigenprüfung Sprinkleranlage

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht (FK)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachkundigen Prüfung der Sprinkleranlage

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12845

Wesentliche Inhalte

• Prüfumfang 

• Funktionsprüfungen 

• Feststellungen 

• Mängel

Verantwortlich

Fachkundige Person (FK)

Praxisbezug FM

Regelprüfung, Betreiber- und Haftungsnachweis

Erläuterung:

Der Prüfbericht der fachkundigen Person dokumentiert die ordnungsgemäße Funktion und Betriebsbereitschaft der Sprinkleranlage. DIN EN 12845 verlangt regelmäßige Sicht- und Funktionsprüfungen, etwa der Alarmventile, der Drucküberwachung, des Wasserzulaufs und der Sprinklerköpfe; sie sind von qualifizierten Personen durchzuführen und zu dokumentieren. Für das Facility Management stellt dieser Bericht einen kontinuierlichen Nachweis der Betriebssicherheit und der Erfüllung der Betreiberpflichten dar. Er dient als Grundlage für die systematische Mängelverfolgung, für Nachweise gegenüber Versicherern und Behörden sowie zur Absicherung gegen haftungsrechtliche Ansprüche.

Prüfbericht (SV) – Sachverständigenprüfung Sprinkleranlage

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht (SV)

Zweck & Geltungsbereich

Unabhängige sicherheits- und versicherungsrelevante Gesamtbewertung

Rechts- & Normbezug

VdS CEA 4001 (2021 / 2024)

Wesentliche Inhalte

• Anlagenkonformität 

• Abweichungen 

• Maßnahmenempfehlungen

Verantwortlich

Anerkannter Sachverständiger (SV)

Praxisbezug FM

Versicherungsauflagen, Risikomanagement

Erläuterung:

Der Prüfbericht eines anerkannten Sachverständigen hat hohe rechtliche und versicherungstechnische Relevanz. Die VdS-Richtlinie CEA 4001 enthält detaillierte Anforderungen an Planung, Installation, Betrieb und Wartung von Sprinkleranlagen und stellt sicher, dass diese aus Sicht des Versicherers wirksam sind. Im FM dient der Sachverständigenbericht der Erfüllung von Versicherungsbedingungen und liefert eine unabhängige Risiko- und Sicherheitsbewertung. Abweichungen von Normen oder Herstellervorgaben werden aufgezeigt und Maßnahmen zur Behebung vorgeschlagen. Die Ergebnisse sind Grundlage für Investitionsentscheidungen, Nachrüstungen und für strategisches Risikomanagement.

Prüf-, Inspektions- und Wartungsplan (Sprinkleranlagen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf-, Inspektions- und Wartungsplan

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Organisation aller Prüf- und Wartungsmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12845

Wesentliche Inhalte

• Prüffristen 

• Maßnahmen 

• Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Betriebssicherheit, Termin- und Ressourcensteuerung

Erläuterung:

Der Prüf-, Inspektions- und Wartungsplan ist das zentrale Steuerungsinstrument des FM zur Sicherstellung der dauerhaften Einsatzbereitschaft der Löschanlage. DIN EN 12845 schreibt für jede Komponente Prüfintervalle vor; diese reichen von täglichen Sichtkontrollen über monatliche Funktionsprüfungen bis zu jährlichen Sachverständigenprüfungen. Der Plan legt neben den Fristen auch den konkreten Maßnahmenumfang und die verantwortlichen Personen fest. Durch konsequente Umsetzung lässt sich die Verfügbarkeit der Sprinkleranlage gewährleisten, Ressourcen können effizient geplant werden, und Prüftermine sowie Nachweise für Versicherer und Behörden werden termingerecht erbracht.

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis / Prüfbescheinigung (Bauprodukte)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfzeugnis / Prüfbescheinigung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der bauaufsichtlichen Verwendbarkeit

Rechts- & Normbezug

Hamburgische Bauordnung (HBauO)

Wesentliche Inhalte

• Produktidentifikation 

• Anwendungsbereich 

• Gültigkeit

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Bauordnungs- und Genehmigungskonformität

Erläuterung:

Für die verwendeten Sprinkler- und Rohrleitungskomponenten ist ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) bzw. eine Prüfbescheinigung erforderlich, um die baurechtliche Verwendbarkeit nachzuweisen. Das Prüfzeugnis bestätigt, dass das Produkt den bauaufsichtlichen Anforderungen entspricht; es enthält Angaben zum Hersteller, zum zugelassenen Anwendungsbereich, zu technischen Einsatzgrenzen sowie zum Gültigkeitszeitraum. Die Hamburger Bauordnung fordert, dass Bauprodukte entweder über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder ein Prüfzeugnis verfügen und mit dem Ü-Zeichen gekennzeichnet sind; Abweichungen von den geprüften Parametern bedürfen eines individuellen Nachweises. Im FM ist dieses Dokument unerlässlich, um die Genehmigungssicherheit der eingesetzten Komponenten zu belegen und um zu verhindern, dass ungeeignete Bauteile verwendet werden.

Raumbuch (gesamt)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Raumbuch

Zweck & Geltungsbereich

Raumbezogene Dokumentation von Nutzung und Technik

Rechts- & Normbezug

VDI 6023-1, VDI-MT 3810-1, VDI 6070-1, VDI 3810-2 / VDI 6023-3

Wesentliche Inhalte

• Raumnutzung 

• Brandschutztechnik 

• Sprinklerzuordnung

Verantwortlich

Objekt- und Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Betrieb, Umbauten, Brandschutzmanagement

Erläuterung:

Das Raumbuch bildet die führende Dokumentationsgrundlage für das Facility Management. Die VDI-Richtlinie 6070 Blatt 1 definiert Struktur und Inhalte eines Raumbuchs, um eine konsistente, maschinenlesbare Erfassung von Gebäudeinformationen über den gesamten Lebenszyklus zu ermöglichen. Es verknüpft Raum- und Flächendaten mit technischen Anlagen und dient als Datenbasis für CAFM-Systeme; so können bei Umbauten oder Erweiterungen betroffene Räume und deren technische Ausstattung schnell identifiziert werden. Im Kontext von Sprinkleranlagen erlaubt das Raumbuch die eindeutige Zuordnung von Sprinklerzonen zu Räumen, Nutzungen und Brandabschnitten und unterstützt die Planung von Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technischer Raumbuchteil (Vorplanung)

Zweck & Geltungsbereich

Vorläufige technische Festlegungen

Rechts- & Normbezug

DIN 1988-200, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Wasserbedarf 

• Anschlusswerte 

• Platzbedarf

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Betriebseinschätzung

Erläuterung:

Der technische Teil des Raumbuchs in Leistungsphase 2 (Vorplanung) dokumentiert die technischen Anforderungen je Raum bereits in der frühen Planungsphase. Entsprechend den Vorgaben von DIN 1988-200 und der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) enthält dieser Teil Angaben zu Wasserbedarf, Anschlusswerten und Platzbedarf der Sprinkleranlage sowie zu weiteren Energie-, Medien- und Netzanforderungen. Er wird durch den TGA-Fachplaner erstellt und dient der frühen Beurteilung der Versorgungs- und Betriebsanforderungen. Für das FM ermöglicht dieser frühe Informationsstand eine vorausschauende Ressourcen- und Flächenplanung und trägt dazu bei, dass im weiteren Verlauf keine Planungsdefizite entstehen.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technischer Raumbuchteil (Entwurf)

Zweck & Geltungsbereich

Konkretisierung der technischen Auslegung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Sprinklerdichten 

• Schutzbereiche 

• Ventilgruppen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vorbereitung Wartungs- und Brandschutzkonzepte

Erläuterung:

In der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) erfolgt die Konkretisierung der technischen Auslegung der Sprinkleranlage. Der technische Raumbuchteil enthält detaillierte Angaben zu Sprinklerdichten, Schutzbereichen, Ventilgruppen sowie zu Anschluss- und Kommunikationsbedingungen. Diese Informationen sind entscheidend, um die Planung der Sprinklerzonen mit Architektur und anderen Gewerken abzustimmen. Für das FM bildet dieser Stand die Grundlage, um belastbare Instandhaltungs- und Prüfstrategien sowie Brandschutzkonzepte zu entwickeln und um sicherzustellen, dass die im Entwurf vorgesehenen Anlagen später effizient gewartet und überwacht werden können.

Auditunterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Auditdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der norm- und richtlinienkonformen Organisation

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Prüfkriterien 

• Abweichungen 

• Maßnahmen

Verantwortlich

Betreiber / Auditor

Praxisbezug FM

Interne und externe Audits

Erläuterung:

Auditunterlagen dokumentieren die Einhaltung der normativen Anforderungen an Planung, Ausführung und Betrieb der Sprinkleranlagen. Die Richtlinie VDI 6026 Blatt 1 standardisiert die technischen Dokumentationsprozesse der Gebäudeausrüstung, definiert klar die zu erstellenden Dokumente und fordert, dass jede Planungsphase erst nach vollständiger Dokumentation der vorhergehenden Phase fortgeführt wird. Für das FM ermöglichen Auditunterlagen die systematische Überwachung der Betreiberpflichten, bilden einen Nachweis gegenüber internen und externen Prüfern und unterstützen kontinuierliche Verbesserungsprozesse. Typische Inhalte sind Prüfkriterien, festgestellte Abweichungen sowie definierte Maßnahmen und Fristen zur Behebung.

 Schadstoff- und Emissionsberechnungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Emissions-/Schadstoffberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung möglicher Emissionen im Brand- und Betriebsfall

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Annahmen 

• Berechnungsergebnisse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Umwelt- und Arbeitsschutz

Erläuterung:

Bei bestimmten Gebäuden – etwa Tiefgaragen, Tunnel oder Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen – sind Emissions- und Schadstoffberechnungen erforderlich, um die Auswirkungen eines Brandes oder des regulären Betriebs zu bewerten. Für Garagen regelt die Richtlinie VDI 2053 die Lüftungstechnik; sie schreibt vor, dass bei der Fahrzeugnutzung freigesetzte Schadstoffe durch Außenluft- und Abluftsysteme so verdünnt und abgeführt werden müssen, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeschlossen ist. Die Richtlinie enthält Berechnungsgrundlagen für die erforderlichen Luftvolumenströme und erläutert diese anhand von Beispielen.

Bei Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen müssen auch die möglichen Schadstoffe im Löschwasser betrachtet werden. Das Merkblatt „Löschwasser-Rückhaltung“ weist darauf hin, dass Löschwasser durch freigewordene Betriebsstoffe, beim Brand entstehende Schadstoffe oder durch Löschmittelzusätze verunreinigt sein kann und deshalb nicht in Gewässer, Grundwasser oder Abwasseranlagen gelangen darf. Betreiber sind verpflichtet, in Brandschutzkonzepten nachzuweisen, wie wassergefährdende Stoffe und kontaminiertes Löschwasser zurückgehalten, verwertet oder entsorgt werden.

Die Berechnungen berücksichtigen Annahmen über Schadstoffquellen, Emissionsraten und Aufenthaltszeiten und werden vom TGA-Fachplaner erstellt. Im FM liefern sie die Grundlage für den Umwelt- und Arbeitsschutz, für die Dimensionierung von Lüftungs- und Rückhaltesystemen sowie für die Einhaltung wasserrechtlicher Vorgaben.

Schlitz- und Durchbruchspläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchspläne

Zweck & Geltungsbereich

Koordination baulicher Durchführungen

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Durchführungen 

• Abschottungen 

• Brandschutzdetails

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Brandschutzrevision, Umbauten

Erläuterung:

Schlitz- und Durchbruchspläne dokumentieren sämtliche Öffnungen und Durchdringungen in Wänden, Decken und Böden, die für die Installation der Sprinklerleitungen erforderlich sind. Der Zweck beschränkt sich nicht auf die Installationsfreundlichkeit; er umfasst auch statische Belange sowie den sicheren Abschluss gegen Schall, Wärme, Wasser und Rauch. Ein Fachforum weist darauf hin, dass größere Öffnungen statisch nachzuweisen sind und dass Durchführungen so angeordnet werden müssen, dass Dichtungen und Abschottungen den Brandschutz nicht beeinträchtigen.

Die HOAI sieht vor, dass Schlitz- und Durchbruchspläne grundsätzlich zur Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) gehören; bei komplexen technischen Anlagen kann eine frühzeitige Planung bereits in den Leistungsphasen 2 und 3 notwendig sein, um die statische Planung zu optimieren und Projekterfolge zu sichern. Für das FM sind diese Pläne wichtig, um brandschutzrelevante Durchdringungen dauerhaft nachvollziehbar zu dokumentieren, spätere Umbauten effizient zu koordinieren und die Einhaltung der Ausführungsqualität sicherzustellen.

Schlitz- und Durchbruchspläne – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchspläne

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten baulichen Durchführungen für Rohrleitungen und Komponenten; zeigt, wo und in welchem Umfang Decken, Wände und Böden geöffnet werden dürfen.

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen), DIN 18379 (Raumlufttechnik) und HOAI-Leistungsphase 7 (Mitwirkung bei der Vergabe).

Wesentliche Inhalte

• Lage und Abmessungen der Schlitze und Durchbrüche 

• Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz und Statik 

• Zuordnung der Öffnungen zu den technischen Gewerken (z.B. Sprinklerleitungen, elektrische Leitungen)

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA) in Abstimmung mit Tragwerks- und Brandschutzplaner

Praxisbezug FM

Verwendung bei Umbauten, Revisionen und Brandschutzprüfungen zur Überprüfung beauftragter Durchdringungen; Grundlage für den Nachweis gegenüber Genehmigungs- und Versicherungsstellen

Erläuterung:

Schlitz- und Durchbruchspläne zeigen verbindlich, welche baulichen Eingriffe tatsächlich vergeben und ausgeführt werden. Die DIN 18381 und DIN 18379 verpflichten den Auftraggeber, die erforderlichen Öffnungen zu planen und dem Auftragnehmer bereitzustellen. Dadurch entstehen keine unkontrollierten Durchdringungen, und der Brandschutz bleibt gewährleistet. Im FM dienen diese Pläne als Referenz für spätere Umbauten und zur Bewertung brandschutzrelevanter Durchdringungen. Sie ermöglichen auch eine revisionssichere Dokumentation bei Sachverständigen- und Versicherungsprüfungen.

Schnittstellenkatalog

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellen-/Interface-Katalog

Zweck & Geltungsbereich

Klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten und Leistungen zwischen Bau, TGA-Gewerken, Brandschutz und Betreiber; regelt Informationsflüsse und Übergabepunkte.

Rechts- & Normbezug

VDI 6039 (Schnittstellenmanagement in der Technischen Gebäudeausrüstung); HOAI-LPH 3–8.

Wesentliche Inhalte

• Gewerkeabgrenzung 

• Zuständigkeiten für Planung, Montage, Prüfung und Instandhaltung 

• Daten- und Signalflüsse 

• Übergabe- und Abnahmeprozesse

Verantwortlich

Fachplaner TGA (koordiniert die Gewerke), in Abstimmung mit Bauherr und Betreiber

Praxisbezug FM

Verhindert Zuständigkeitslücken, erleichtert die Koordination bei Inbetriebnahme und Betrieb; reduziert Haftungsrisiken.

Erläuterung:

Der Schnittstellenkatalog nach VDI 6039 definiert Leistungsabgrenzungen und stellt sicher, dass alle Beteiligten wissen, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist. Die Richtlinie fordert klare Handover-Punkte, Beschreibungen der Daten-/Signalflüsse und Prüfungen sowie die Festlegung von Zuständigkeiten. Für das FM ist der Katalog unverzichtbar: Er verhindert Lücken oder Überschneidungen zwischen Gewerken, steigert die Transparenz und erleichtert die Abnahme sowie den späteren Betrieb.

Stromlaufpläne – LPH 7+ (Installationsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Stromlauf-/Schaltpläne (Installationsplanung, LPH 7)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der geplanten elektrischen Steuer- und Überwachungseinrichtungen für die Wasserlöschanlage; ermöglicht die Überprüfung der Verdrahtung vor der Ausführung.

Rechts- & Normbezug

DIN 18015-1 (Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Planungsgrundlagen); DIN EN 61082-1 (Dokumentationsgrundlagen für elektrische Systeme) sowie DIN 18381 für hydraulische Anlagen.

Wesentliche Inhalte

• Verdrahtungsverläufe mit Melde- und Steuerkreisen 

• Anordnung von Schaltgeräten und Sicherungen 

• Darstellung der Sicherheits- und Abschaltfunktionen

Verantwortlich

Auftragnehmer/Errichter der Löschanlage (Elektroplanung), geprüft durch den Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Grundlage für Wartung, Fehleranalyse und sichere Eingriffe; dient als Nachweis, dass alle Stromkreise den Vorschriften entsprechen.

Erläuterung:

Stromlaufpläne (Schaltpläne) stellen die elektrische Verschaltung aller Komponenten dar und werden während der Installationsplanung erstellt. Sie geben einen detaillierten Überblick über Steuer- und Meldekreise sowie Sicherheitsfunktionen und erlauben eine frühzeitige Überprüfung der Schaltlogik. Für den Facility Manager sind sie wichtige Unterlagen zur Prüfung, ob die Verdrahtung vorschriftsmäßig geplant ist, und bilden die Grundlage für spätere Wartungs- und Diagnosearbeiten. Die Einhaltung der Dokumentationsstandards nach DIN EN 61082-1 und DIN 18015-1 gewährleistet, dass die Pläne normgerecht sind und später von Fachkräften interpretiert werden können.

Stromlaufpläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungsreife Stromlaufpläne (LPH 5)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Grundlage für die Montage und Inbetriebnahme; legt fest, welche Schutz- und Schaltgeräte vorgesehen sind und wie sie installiert werden sollen.

Rechts- & Normbezug

HOAI-Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung); DIN EN 61439 (Schaltgerätekombinationen); DIN EN 61346/81346 (Kennzeichnungssysteme); DIN 18381 für TGA-Leistungen.

Wesentliche Inhalte

• Systemlogik und Stromkreislisten 

• Auswahl und Dimensionierung der Schutzgeräte 

• Redundanzen und Messfelder 

• Kennzeichnung und Nummerierung der Stromkreise

Verantwortlich

Fachplaner TGA (Elektro) in Abstimmung mit Errichter; Planprüfung durch Auftraggeber

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb und Instandhaltung; erlaubt nachvollziehbare Montage und spätere Erweiterungen.

Erläuterung:

Die Ausführungsplanung muss Stromlaufpläne oder Schaltgeräteslisten liefern, aus denen hervorgeht, welche Schutz- und Schaltgeräte vorgesehen sind. Die Pläne enthalten u. a. Angaben zu Bauart und Schutzart der Schaltanlagen, Messfelder und Kennzeichnungssysteme, um die späteren Prüfungen nach DIN VDE 0100-410 und DIN EN 61439 zu ermöglichen. Für den FM bilden diese Unterlagen die Basis, um Montage, Inbetriebnahme und spätere Wartungsarbeiten lückenlos zu dokumentieren. Fehlerschleifenimpedanz- und Verlustleistungsberechnungen, die in der Ausführungsphase erstellt werden, sichern den normkonformen Betrieb und erleichtern die Störungsdiagnose.

Übergabeprotokoll – Schaumlöschanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übergabe-/Abnahmeprotokoll für Schaumlöschanlagen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Übergabe und der Funktionsfähigkeit der Schaumlöschanlage nach DIN EN 13565-2; dokumentiert Prüfungen und Mängel vor Inbetriebnahme.

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13565-2 (Schaumlöschanlagen – Planung, Installation und Instandhaltung)

Wesentliche Inhalte

• Ergebnisse der Funktions- und Dichtheitsprüfungen 

• Dokumentation von Mängeln und ergriffenen Maßnahmen 

• Freigaben der Betreiber und Sachverständigen

Verantwortlich

Errichter/Hersteller, geprüft durch Sachverständige und Betreiber

Praxisbezug FM

Startpunkt der Gewährleistung und des Betreiberbetriebs; Grundlage für Versicherungs- und Genehmigungsnachweise.

Erläuterung:

DIN EN 13565-2 regelt Planung, Berechnung, Installation und Instandhaltung von Schaumlöschanlagen. Die Norm fordert Prüfungen wie Funktions- und Dichtheitsprüfungen, hydraulische Berechnungen sowie Probeläufe und beschreibt die Anforderungen an Inbetriebnahme und Wartung. Ein Übergabeprotokoll dokumentiert, dass die Anlage fachgerecht errichtet, mit geeigneten Schaummitteln befüllt und erfolgreich getestet wurde. Für den FM markiert es den Übergang zum Betreiberbetrieb: Gewährleistungsfristen beginnen, und Versicherer verlangen häufig eine lückenlose Dokumentation der Abnahme.

Übersichtsschaltplan – LPH 8 (Bestandsversion)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übersichtsschaltplan (As-built, LPH 8)

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation des tatsächlich realisierten Systems nach Abschluss der Montage; zeigt die Endausführung der Schaltkreise und Komponenten.

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen) und VDI 6026-1 (Dokumentation in der TGA)

Wesentliche Inhalte

• Finaler Verdrahtungsaufbau der Verteilung 

• Kennzeichnungen und Anschlussdetails 

• Funktionsübersicht der Steuer- und Meldekreise

Verantwortlich

Errichter/Installationsfirma; Abnahme durch Fachplaner und Betreiber

Praxisbezug FM

Revisions- und Betriebsunterlage; erforderlich für zukünftige Umbauten, Wartungen und behördliche Prüfungen.

Erläuterung:

Der Übersichtsschaltplan in der Bestandsversion bildet den verbindlichen Ist-Zustand der Anlage ab. Er dient als Referenz für alle späteren Arbeiten und muss in die Betreiberdokumentation aufgenommen werden. Die VDI 6026-1 legt fest, wie solche Dokumente strukturiert und archiviert werden, um den Übergang zwischen Planung, Errichtung und Betrieb zu erleichtern. Für den FM bedeutet dies: nur mit einem vollständigen As-built-Plan können Revisionen, Erweiterungen und Sicherheitsprüfungen effizient und rechtskonform durchgeführt werden.

Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungs- und Leistungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Vergabe der Löschanlage; definiert Leistungsumfang, Qualitätsanforderungen und vertragliche Bedingungen.

Rechts- & Normbezug

VOB/A 2019 (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil A); HOAI-LPH 6–7 (Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe).

Wesentliche Inhalte

• Leistungspositionen und technische Spezifikationen 

• Qualitätskriterien und Mindeststandards 

• Vertragsbedingungen, Fristen und Gewährleistungsanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA in Abstimmung mit dem Auftraggeber und Vergabestelle

Praxisbezug FM

Dienen der klaren Leistungsdefinition und sind Grundlage für spätere Kosten-, Termin- und Qualitätskontrollen.

Erläuterung:

Ausschreibungsunterlagen sichern eine eindeutige Leistungsdefinition. Die VOB/A fordert, dass die Leistung so klar beschrieben wird, dass alle Bieter sie gleichermaßen verstehen können. HOAI-Leistungsphase 7 umfasst das Einholen und Auswerten der Angebote, das Aufstellen von Leistungsverzeichnissen und die Mitwirkung bei der Vergabe. Für das FM sind diese Unterlagen wichtig, um später Nachtragsforderungen zu prüfen und die Einhaltung der vereinbarten Qualität und Kosten zu überwachen.

Vergabevorschlag

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabevorschlag

Zweck & Geltungsbereich

Fachliche und wirtschaftliche Zuschlagsempfehlung; dokumentiert den Angebotsvergleich und begründet die Auswahl des Auftragnehmers.

Rechts- & Normbezug

HOAI-Leistungsphase 7; Vergaberecht (GWB, VgV)

Wesentliche Inhalte

• Zusammenstellung und Bewertung der Angebote 

• Wirtschaftlichkeitsvergleich 

• Begründung der Zuschlagsempfehlung

Verantwortlich

Fachplaner TGA/Bauleitung, bestätigt durch den Auftraggeber

Praxisbezug FM

Transparenz der Beschaffungsentscheidung; wichtiges Dokument bei Streit- oder Nachtragsfällen.

Erläuterung:

Der Vergabevorschlag dokumentiert nachvollziehbar, welches Angebot den Zuschlag erhalten soll und warum. HOAI-Leistungsphase 7 sieht vor, dass der Planer die Angebote prüft und bewertet und eine Empfehlung für den Auftraggeber erarbeitet. Für den FM bietet der Vergabevorschlag Transparenz und Nachvollziehbarkeit; im Falle von Nachtragsforderungen oder Streitigkeiten kann er belegen, dass die Auswahl sachgerecht erfolgt ist.

Verwendbarkeitsnachweise für Bauprodukte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Verwendbarkeits-/Eignungsnachweise (z. B. Zustimmung im Einzelfall, vorhabenbezogene Bauartgenehmigung)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der bauordnungsrechtlichen Zulässigkeit von Produkten oder Kombinationen, die nicht von harmonisierten Normen abgedeckt sind; Voraussetzung für den Einbau in automatische Löschanlagen.

Rechts- & Normbezug

Landesbauordnungen (z. B. HBauO, BayBO) und Musterbauordnung; ergänzend DIN 18421, 18380, 18379, 18381 für entsprechende Gewerke.

Wesentliche Inhalte

• Anwendungsbereich und Bauprodukt 

• Auflagen und Nebenbestimmungen 

• Gültigkeitsdauer und Einbaudetails

Verantwortlich

Hersteller/Planer/Unternehmer stellen den Antrag; Bauaufsicht oder Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt) erteilen den Bescheid; FM archiviert.

Praxisbezug FM

Dient als Genehmigungs- und Brandschutznachweis; erlaubt innovative oder projektbezogene Lösungen unter Auflagen.

Erläuterung:

Verwendbarkeitsnachweise schließen die Lücke zwischen Produktkonformität und bauaufsichtlicher Zulässigkeit. Bei Produkten oder Kombinationen ohne harmonisierte Norm können die obersten Bauaufsichtsbehörden auf Antrag eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) oder eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (vBG) erteilen. Diese Bescheide legen Anwendungsbereich, Auflagen und Gültigkeitsdauer fest und sind in der As-built-Dokumentation zu archivieren. Für das FM sind sie wichtig, um gegenüber Behörden und Versicherern nachzuweisen, dass alle verwendeten Bauteile – etwa spezielle Durchführungen, Dichtungen oder Befestigungssysteme – bauordnungsrechtlich zugelassen sind.

Wartungs- und Instandhaltungsanweisungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsanweisungen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der dauerhaften Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit der automatischen Wasserlöschanlage; beschreibt Intervalle, Prüfungen und Maßnahmen für Inspektion und Wartung.

Rechts- & Normbezug

DIN 1986-3 (Entwässerungsanlagen – Regeln für Betrieb und Wartung); DIN EN 12056-5 (Schwerkraftentwässerungsanlagen – Installation und Prüfung, Anleitung für Betrieb, Wartung und Gebrauch); VDI 6026-1 (Dokumentation der TGA); DIN 18381 (VOB/C-ATV Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen).

Wesentliche Inhalte

• Wartungsintervalle und Prüfpunkte für Sprinkler- und Schaumlöschanlagen 

• Checklisten für Funktions-, Dichtheits- und hydraulische Tests 

• Anleitungen zur Fehlerdiagnose und Instandsetzung 

• Protokolle über durchgeführte Arbeiten und Schulungen des Betriebspersonals

Verantwortlich

Errichter erstellt die Anweisungen; Betreiber setzt sie um und dokumentiert die Einhaltung; Prüforganisationen kontrollieren die Durchführung.

Praxisbezug FM

Rückgrat der Betreiberverantwortung; gewährleistet Versicherungs- und Auditfähigkeit; Grundlage für Wartungsverträge und Instandhaltungsplanung.

Erläuterung:

DIN 1986-3 gibt Eigentümern und Nutzungsberechtigten Leitlinien zum Betrieb, zur Inspektion und zur Wartung von Entwässerungsanlagen an die Hand. Die Norm beschreibt, wie, durch wen und in welchen Zeitabständen Inspektionen und Wartungen durchzuführen sind, damit öffentlich-rechtliche Vorschriften und allgemein anerkannte Regeln der Technik eingehalten werden. Tabelle 1 der Norm enthält konkrete Zeitspannen und Maßnahmen; die Arbeiten sind als Mindestanforderungen zu verstehen und müssen durch Herstellerangaben ergänzt werden. DIN EN 12056-5 formuliert grundlegende Anforderungen an Installation, Prüfung und Anleitung für Betrieb und Wartung von Schwerkraftentwässerungsanlagen; Details werden in nationalen Normen wie DIN 1986-3 festgelegt.

Für automatische Wasserlöschanlagen müssen Wartungsanweisungen die speziellen Anforderungen der Sprinkler- und Schaumlöschtechnik berücksichtigen, darunter regelmäßige Sichtkontrollen, Funktionsprüfungen der Alarmventile, Überprüfung der Schäumittelbehälter sowie hydraulische Tests. Alle Arbeiten sind zu protokollieren; das FM archiviert diese Protokolle als Nachweis für die Einhaltung der Wartungs- und Prüfpflichten.

Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierter Nachweis aller Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungsmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

VDMA 24186-0 (Leistungsprogramm für die Instandhaltung technischer Anlagen)

Wesentliche Inhalte

• durchgeführte Tätigkeiten 

• Prüfergebnisse 

• festgestellte Mängel 

• Handlungsempfehlungen

Verantwortlich

Instandhalter bzw. Wartungsingenieur

Praxisbezug FM

Audit-, Versicherungs- und Betreibernachweis

Erläuterung:

Die Einheitsblätter der VDMA bilden die in der deutschen Praxis anerkannte Grundlage für die Planung und Ausführung von Instandhaltungsleistungen. Das Blatt 24186-0 definiert ein Leistungsprogramm für die Instandhaltung technischer Gebäudeanlagen. Für Wasserlöschanlagen dient die lückenlose Instandhaltungsdokumentation als Rückgrat der Betreiberverantwortung. Die dokumentierten Prüf- und Wartungsergebnisse ermöglichen dem Facility Management eine vollständige Nachverfolgung des Anlagenzustands und dienen als belastbarer Nachweis gegenüber Versicherungen, Sachverständigen und Behörden. Sie zeigt durchgeführte Arbeiten, festgestellte Mängel und Handlungsempfehlungen und ist bei Audits unersetzlich.

Instandhaltungsplanung und -organisation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungs- und Organisationskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Festlegung von Strategien, Abläufen und Zuständigkeiten

Rechts- & Normbezug

HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) – Leistungsphasen der Technischen Ausrüstung

Wesentliche Inhalte

• Wartungsstrategie (periodisch vs. zustandsbezogen) 

• Zuständigkeiten 

• Schnittstellen zwischen Betreiber, Fachplaner und Dienstleistern

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Specialist planner for technical building services

Praxisbezug FM

Sicherstellung der dauerhaften Einsatzbereitschaft

Erläuterung:

Die HOAI verpflichtet den Fachplaner der technischen Ausrüstung, in der Entwurfs- und Ausführungsplanung die Instandhaltungsstrategie zu berücksichtigen und zu dokumentieren. Ein strukturiertes Instandhaltungskonzept beschreibt, welche Wartungsstrategie (zeit- oder zustandsorientiert) für die Löschanlage gewählt wird, welche Rollen und Verantwortlichkeiten bestehen und wie die Zusammenarbeit zwischen Betreiber, Wartungsunternehmen und Behörden organisiert wird. Eine solche Planung ist Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlichen und rechtssicheren Betrieb der Anlage.

Werkstatt- und Montagezeichnungen (Wasser-, Gas-, Entwässerungssysteme)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Werkstatt- und Montagezeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der Ausführung im Gebäude

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV) – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen

Wesentliche Inhalte

• Leitungswege und Rohrführungen 

• Dimensionen 

• Befestigungen 

• Armaturen und Durchbrüche

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Grundlage für Umbauten, Revision und Instandhaltung

Erläuterung:

Nach den VOB/C-Bestimmungen der DIN 18381 muss der Auftragnehmer auf Grundlage der Planung die notwendigen Montage- und Werkstattzeichnungen anfertigen und dem Auftraggeber zur Verfügung stellen. Diese Zeichnungen zeigen Leitungsführungen, Dimensionierungen, Befestigungen sowie Einbauteile und Durchbrüche. Für das Facility Management sind sie essenziell, um Eingriffe, Umbauten oder Störungsbehebungen sicher und brandschutzkonform durchführen zu können.

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der Investitions- und Betriebskosten

Rechts- & Normbezug

HOAI Annex 15 – Leistungsphasen der Technischen Ausrüstung

Wesentliche Inhalte

• Investitions- und Betriebskosten 

• Varianten- und Lebenszyklusvergleiche 

• Wirtschaftlichkeitsberechnung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Basis für Investitions- und Ersatzentscheidungen

Erläuterung:

Die HOAI verpflichtet den Fachplaner in der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3), die technischen Anlagen zu dimensionieren, Energiebilanzen zu berechnen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen einschließlich Lebenszykluskosten anzustellen. Der Wirtschaftlichkeitsnachweis vergleicht verschiedene Lösungsvarianten hinsichtlich Investitions- und Betriebskosten und ermöglicht dem Betreiber fundierte Entscheidungen über Auslegung, Erweiterung oder Modernisierung der Löschanlage.

Grafische Darstellung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld / Field

Inhalt / Content

Dokumenttyp

Entwurfszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des geplanten Löschkonzepts

Rechts- & Normbezug

HOAI – Leistungsphase 3

Wesentliche Inhalte

• Schutzbereiche 

• Systemtypen 

• Platzbedarf 

• Anbindung an andere Gewerke

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Einschätzung betrieblicher Auswirkungen

Erläuterung:

In der Entwurfsplanung (LPH 3) erarbeiten Fachplaner ein konzeptionelles Löschanlagenlayout und legen wesentliche Kenndaten wie Schutzbereiche, gewählte Systemtypen (Sprinkler, Sprühwasser, Wassernebel) und Platzbedarf fest. Die HOAI verlangt, dass diese Ergebnisse dokumentiert, die maßgeblichen technischen Daten aufgelistet und der Wirtschaftlichkeitsnachweis vorgelegt werden. Für das Facility Management erlauben diese Entwurfszeichnungen eine frühzeitige Bewertung der Auswirkungen auf Betrieb, Flächen und Schnittstellen.

Grafische Darstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der technischen Umsetzung

Rechts- & Normbezug

HOAI – Leistungsphase 5

Wesentliche Inhalte

• Leitungsnetze und Hydraulikberechnung 

• Armaturen, Einspeisungen 

• Integration in Gebäudetechnik

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb und Wartung

Erläuterung:

Die Ausführungsplanung (LPH 5) präzisiert das Löschanlagendesign aus LPH 3 in detaillierte Leitungsnetze, Hydraulikberechnungen und Einbauteile. Sie bildet die Grundlage für Montage und legt alle technischen Parameter fest. Im Rahmen der HOAI sind dem Bauherrn und später dem Betreiber die Ausführungspläne mit allen Angaben zur Schnittstelle der Technischen Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Für das Facility Management dienen diese Unterlagen als Referenz für Wartung, Inspektionen und Anpassungen.

Grafische Darstellung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogene Ausführungsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten Lösung

Rechts- & Normbezug

HOAI – Leistungsphase 7; DIN 18379 (VOB/C raumlufttechnische Anlagen), DIN 18381

Wesentliche Inhalte

• beauftragte Systemvariante 

• Abweichungen gegenüber Entwurf 

• vertragliche Leistungsbeschreibung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Basis für Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung:

Die Vergabeunterlagen (LPH 7) fixieren die beauftragte Ausführungsvariante der Löschanlage und dokumentieren etwaige Änderungen gegenüber dem Entwurf. Die DIN-Leistungsbeschreibungen (z. B. DIN 18379, DIN 18381) werden zur Ausschreibung genutzt und enthalten technische Mindestanforderungen. Für das Facility Management ist diese Dokumentation wichtig, um die vertraglich geschuldeten Leistungen zu überprüfen, Mängelansprüche geltend zu machen und bei Nachträgen nachvollziehen zu können, welche Ausführung beauftragt wurde.

Sprinkler- und Löschanlagenzeichnungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenzeichnungen gemäß VdS CEA 4001

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normgerechten Auslegung von Sprinkleranlagen

Rechts- & Normbezug

VdS CEA 4001 – Richtlinien für Planung, Einbau und Betrieb von Sprinkleranlagen; ggf. prEN 12845-1

Wesentliche Inhalte

• Anordnung der Sprinkler 

• Schutzklassen und Löschbereiche 

• Wasserversorgung und Hydraulik

Verantwortlich

Errichter / VdS-anerkannter Fachbetrieb

Praxisbezug FM

Unterlagen für Prüfungen, Versicherungs- und Behördennachweise

Erläuterung:

Die VdS-Richtlinie CEA 4001 ist das zentrale Regelwerk für die Planung, den Einbau und den Betrieb von Sprinkleranlagen. Sie enthält detaillierte Anforderungen an Klassifizierung der Brandgefahren, Hydraulikberechnung, Wasserversorgung, Systemtypen, Sicherheitsfunktionen sowie regelmäßige Überwachung und Instandhaltung. Die Anlagenzeichnungen nach VdS CEA 4001 dokumentieren die Sprinkleranordnung, Schutzbereiche und hydraulische Auslegung. Sie sind versicherungs- und genehmigungsrelevant und müssen dem Facility Management dauerhaft zur Verfügung stehen.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung / Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) bzw. Genehmigung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten und Bauarten

Rechts- & Normbezug

Bauordnungsrecht der Länder, Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB); DIN 18384; DIBt-Bescheid

Wesentliche Inhalte

• Zulassungsumfang 

• Anwendungsbedingungen 

• Gültigkeitsdauer

Verantwortlich

Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt) – Hersteller

Praxisbezug FM

Voraussetzung für Genehmigungs- und Auditfähigkeit

Erläuterung:

Für nicht geregelte Bauprodukte oder Bauarten im Brandschutz ist ein Verwendbarkeitsnachweis erforderlich. Die Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder das Allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis werden vom Deutschen Institut für Bautechnik erteilt und bestätigen, dass das Produkt aufgrund von Prüfungen und Bemessungen verwendbar ist. Ohne diese Nachweise ist der rechtskonforme Einbau und Betrieb brandschutztechnischer Komponenten wie Sprinkler oder Rohrleitungen nicht zulässig. Facility Manager müssen daher sicherstellen, dass alle eingesetzten Komponenten eine gültige abZ oder vergleichbare Zulassung besitzen und diese Dokumente bei Behördenanfragen vorlegen können.

Zusammenstellung der wesentlichen technischen Daten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Datenübersich

Zweck & Geltungsbereich

Kompakte Übersicht aller relevanten Anlagendaten

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C) – Informationspflichten des Auftragnehmers; Anforderungen aus VdS CEA 4001

Wesentliche Inhalte

• Nenndrücke und Nennweiten 

• Volumenströme und Auslöseparameter 

• Druckstufen und Klassifizierungen 

• Angaben zum Wasserreservoir und zur Pumpenleistung

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Prüfungen und Störungsmanagement

Erläuterung:

Zu jeder Wasserlöschanlage ist eine tabellarische Übersicht der wesentlichen technischen Daten zu erstellen. Nach den VOB/C-Regeln muss der Auftragnehmer dem Auftraggeber die für die Nutzung und Wartung erforderlichen Informationen bereitstellen. In Verbindung mit den VdS-Richtlinien umfasst die Datenübersicht u. a. Nenndrücke, Fördermengen, Reaktionszeiten und Auslöseparameter sowie Angaben zu Wasserreservoir, Pumpenleistung und Löschmittelrückhaltung. Diese kompakte Zusammenstellung unterstützt das Facility Management, bei Störungen oder Prüfungen schnell auf alle entscheidenden Kennwerte zugreifen zu können.

Abnahmeprotokoll – Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Abnahmeprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Formeller Nachweis der vertragsgemäßen Leistungserbringung und Betriebsfreigabe

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Abnahmedatum 

• Prüfumfang 

• festgestellte Mängel/Restarbeiten 

• Vorbehalte

Verantwortlich

Vertragsparteien (Auftraggeber/Auftragnehmer)

Praxisbezug FM

Start der Gewährleistung, Übergang in den Regelbetrieb

Erläuterung:

Das Abnahmeprotokoll markiert den Übergang von der Bau- in die Betriebsphase. Nach HOAI sind im Rahmen der fachtechnischen Abnahme Protokolle zu erstellen, Mängel festzustellen und Verjährungsfristen aufzulisten. Für das FM ist dieses Dokument maßgeblich, da es die Gewährleistungsfrist auslöst, mögliche Mängel dokumentiert und den Betriebsübergang bestätigt. Ein vollständiges Abnahmeprotokoll erleichtert zudem spätere Haftungsnachweise und sichert die Einhaltung von Verjährungsfristen.

Abwasserregister (Betrieb) – Einleitung in Gewässer

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebliches Abwasserregister

Zweck & Geltungsbereich

Laufender Nachweis der Einleitmengen und -qualitäten

Rechts- & Normbezug

AbwV; §61 WHG und Landes-EÜV (Eigenüberwachung)

Wesentliche Inhalte

• laufend erfasste Messwerte 

• Probenahme- und Analysedaten 

• Grenzwertüberschreitungen 

• Ereignisaufzeichnungen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Umwelt-Compliance, Behördennachweise

Erläuterung:

Die Abwasserverordnung verpflichtet Betreiber, die Einleitmengen und Schadstoffkonzentrationen zu überwachen und die Ergebnisse zu dokumentieren. Das bayerische Merkblatt zur Eigenüberwachung weist darauf hin, dass nach §61 WHG und den jeweiligen Landes-Eigenüberwachungsverordnungen eine kontinuierliche Selbstüberwachung einschließlich Dokumentation der Messergebnisse und Ereignisse durchzuführen ist. Das betriebliche Abwasserregister sammelt diese Daten und dient als zentrales Umwelt-Nachweisdokument für Genehmigungsbehörden und interne Audits.

Angebot – Bauleistungen Abwassertechnik

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebotsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche und technische Grundlage der Vergabe

Rechts- & Normbezug

Vergabeverordnung (VgV), VOB/A 2019 §13

Wesentliche Inhalte

• Preise 

• detaillierte Leistungsbeschreibung 

• Nebenangebote

Verantwortlich

Bieter

Praxisbezug FM

Kostenvergleich, Vertragsgrundlage

Erläuterung:

Bei der Ausschreibung von Bauleistungen für Abwassertechnik sind formale Anforderungen an Angebote einzuhalten. Die VOB/A (§13) bestimmt, dass Angebote in der vom Auftraggeber festgelegten Form einzureichen sind und alle geforderten Preise, Erklärungen und Nachweise enthalten müssen. Änderungen an den Ausschreibungsunterlagen sind unzulässig. Für das FM dienen die Angebote als Referenz für Leistungsumfang und Preisstruktur; sie bilden die Grundlage für Vertragsabschlüsse und den späteren Kostenvergleich bei Nachträgen.

Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Verständliche Darstellung von Aufbau, Funktion und Prozess der Abwasserbehandlungsanlage

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Prozessstufen (mechanische, biologische, chemische Behandlung) 

• Betriebskonzepte 

• Leistungsdaten

Verantwortlich

Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung

Praxisbezug FM

Betriebseinweisung, Störungsanalyse

Erläuterung:

Die HOAI sieht für die Planung von Abwasserbehandlungsanlagen die Erarbeitung von Funktions- und Steuerschemata, Prozessbeschreibungen und Betriebskonzepten vor. Die Anlagenbeschreibung fasst diese Informationen verständlich zusammen und erläutert Aufbau, Funktionsweise und Leistungsdaten der Anlage. Sie bildet die Grundlage für Betriebseinweisungen und ermöglicht es dem FM-Team, bei Störungen schnell die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Anlagenbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen-/Assetbuch

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Erfassung aller Anlagendaten über den Lebenszyklus

Rechts- & Normbezug

VDI 6070-1; VDI-MT 3810-1; DIN 32835-1

Wesentliche Inhalte

• eindeutige Identifikation und Standort 

• technische Parameter 

• Wartungs- und Prüfhistorie

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praxisbezug FM

Asset-, Kosten- und Instandhaltungsmanagement

Erläuterung:

Die VDI-Richtlinie 3810 beschreibt das Anlagenbuch als Dokumentation aller relevanten Planungsdaten, Betriebsparameter und Prüfungen der Anlage. Anhang B erläutert, wie das Anlagenbuch über den Lebenszyklus geführt wird und sowohl technische als auch organisatorische Informationen enthält. Für das FM ist das Asset Book die Basis für strategische Entscheidungen über Erneuerung, Ersatz oder Optimierung und unterstützt das Kosten- und Instandhaltungsmanagement.

Systementwurf mit Steuerungsschemata

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

System- und Steuerungsschemata

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Prozess- und Steuerungslogik der Abwasserbehandlung

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C), HOAI

Wesentliche Inhalte

• Prozessflüsse und Verfahrensstufen 

• Sensorik und Aktorik 

• Steuerstrategien und Regelalgorithmen

Verantwortlich

Planer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Optimierung, Fehlersuche

Erläuterung:

Im Zuge der Planung fordert die HOAI die Erstellung von Funktions- und Steuerungsschemata zur Darstellung der Prozessabläufe, Mess- und Regelkreise. Diese Schemata bilden die Prozess- und Steuerungslogik ab, zeigen die Zuordnung von Sensoren und Aktoren und erläutern die Steuerstrategien. Für das FM sind sie unverzichtbar, um Fehler zu identifizieren, Prozesse zu optimieren und Änderungen rechtssicher umzusetzen.

Elektrischer Anschlussplan nach DIN EN 61082-1

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss-/Schaltplan

Zweck & Geltungsbereich

Eindeutige Darstellung der elektrischen Anschlüsse und Stromkreise

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C); DIN EN 61082-1

Wesentliche Inhalte

• Klemmen- und Leitungskennzeichnung 

• Stromkreise und Schutzorgane 

• Spannungsversorgungen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Wartung, sichere Eingriffe

Erläuterung:

Die Norm DIN EN 61082-1 legt Regeln für die Erstellung elektrotechnischer Dokumentation, einschließlich Schaltplänen, Darstellungen und Bezeichnungen fest. In Verbindung mit DIN 18381 definiert sie Aufbau und Formate von Anschluss- und Stromlaufplänen. Für das FM stellen diese Pläne sicher, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten ohne Gefährdung durchgeführt werden können und Änderungen nachvollziehbar bleiben.

Antrag auf behördliche Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der öffentlich-rechtlichen Zulässigkeit der Anlage

Rechts- & Normbezug

WHG/LWG, HOAI; landesrechtliche Bestimmungen

Wesentliche Inhalte

• technische Nachweise (Verfahrensbeschreibung, Dimensionierung) 

• Lage- und Systempläne

Verantwortlich

Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung / Auftraggeber

Praxisbezug FM

Rechtssicherer Betrieb; dauerhafte Aufbewahrung der Genehmigungsunterlagen

Erläuterung:

Abwasserbehandlungsanlagen sind genehmigungspflichtig. Ein Beispiel aus Nordrhein-Westfalen zeigt, dass Neutralisations- und Emulsionsspaltanlagen nur mit behördlicher Genehmigung nach §57 Abs. 2 LWG in Verbindung mit §60 WHG betrieben werden dürfen. Die Genehmigungsunterlagen müssen Angaben zum Standort, zu Art und Größe der Anlage und zu den einzuleitenden Abwässern enthalten. Für das FM sind diese Dokumente dauerhaft aufzubewahren, um die Zulässigkeit nachweisen und bei Änderungen oder behördlichen Prüfungen vorlegen zu können.

Übersicht der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungsübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Steuerung von Mängel- und Haftungsansprüchen

Rechts- & Normbezug

VOB/B §13; HOAI

Wesentliche Inhalte

• Verjährungsfristen (z.B. 4 Jahre für Bauwerke, 2 Jahre für andere Leistungen) 

• Vertragsgrundlagen 

• Zuständigkeiten

Verantwortlich

Fachplaner der TGA / Facility Management

Praxisbezug FM

Gewährleistungsmanagement

Erläuterung:

Die VOB/B §13 regelt die Mängelansprüche und Verjährungsfristen. Wenn keine abweichende Vereinbarung getroffen wird, beträgt die Verjährungsfrist bei Bauwerken vier Jahre, bei anderen Leistungen und Teilen von maschinellen und elektrischen Anlagen zwei Jahre. Diese Fristen beginnen mit der Abnahme. Eine Übersicht der Fristen unterstützt das FM dabei, Mängelansprüche fristgerecht geltend zu machen und Nachfristen gegenüber Auftragnehmern zu überwachen.

Aufmaß / Messungen – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufmaß- und Messunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Quantitativer Nachweis ausgeführter Leistungen und Grundlage der Abrechnung

Rechts- & Normbezug

HOAI; Dokumentationsrichtlinien des KIT-FM

Wesentliche Inhalte

• gemessene Mengen und Parameter 

• Abweichungen von der Planung 

• Dokumentation der Messgeräte

Verantwortlich

Fachplaner / Ingenieure

Praxisbezug FM

Abrechnung, Kostenkontrolle, Bewertung von Nachträgen und Anpassungen

Erläuterung:

Gemäß den Dokumentationsrichtlinien des Karlsruher Instituts für Technologie gehören Aufmaß- und Abrechnungsunterlagen zu den notwendigen Dokumentationen über den gesamten Lebenszyklus. Sie liefern einen quantitativen Nachweis der erbrachten Leistungen, dienen als Grundlage der Abrechnung und ermöglichen im FM die Plausibilisierung von Rechnungen sowie die Bewertung späterer Anpassungen oder Nachträge.