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Wandhydranten (Typ F) an Steigleitung „nass/trocken“

Facility Management: Brandschutz » Betrieb » Dokumente » Wandhydranten (Typ F) an Steigleitung „nass/trocken“

Wandhydranten (Typ F) an Steigleitung „nass/trocken“

Wandhydranten (Typ F) an Steigleitung „nass/trocken“

Diese Dokumentationsübersicht beschreibt die erforderlichen technischen, betrieblichen sowie prüf- und nachweisbezogenen Unterlagen für Wandhydranten Typ F an Steigleitungen „nass/trocken“ im professionellen Facility Management. Sie legt dar, welche Dokumente in jeder Phase – von Planung und Ausführung über Inbetriebnahme und Nutzung bis hin zu Wartung und Prüfung – vorzuhalten sind. Damit wird die Funktionssicherheit im Brandfall sowie die Einhaltung bauordnungs- und arbeitsschutzrechtlicher Vorgaben sichergestellt.

Die Dokumente gewährleisten über den gesamten Lebenszyklus der Anlage die notwendige Transparenz und Nachweisführung. Sie dienen als Grundlage für Planungsbeteiligte, Betreiber, Wartungs- und Prüfpersonal sowie für Behörden und Sachverständige im Brandfall. Die Kombination aus norm- und gesetzeskonformer Planung sowie umfassender Betriebs- und Prüfdokumentation trägt dazu bei, einen langfristig sicheren und zuverlässigen Brandschutz in Gebäuden jeder Art zu realisieren.

Feuerlösch-Wandhydrant F für Nass-/Nass-Trockenleitung

Anschlussplan (elektrisch) gemäß DIN EN 61082-1 – VDE 0040-1

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Elektrischer Anschluss-/Verdrahtungsplan

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung aller elektrischen Anschlüsse im Zusammenhang mit Wandhydranten (z. B. Überwachung, Meldungen)

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1)

Wesentliche Inhalte

Klemmen- und Leitungszuordnung
Spannungsarten
Schnittstellen zu Melde-/Überwachungssystemen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Fachinstallateur für Wasser-, Abwasser-, Gas- und Elektrosysteme

Praxisbezug

Grundlage für Montage, Inbetriebnahme, Fehlersuche

Erläuterung

Der Anschlussplan ist Bestandteil der revisionssicheren Bestandsdokumentation. Er zeigt detailliert, wie jede elektrische Verbindung des Wandhydranten und der zugehörigen Steuer- und Überwachungskomponenten ausgeführt ist. Dazu gehören Klemmen- und Leitungsbelegungen, verwendete Spannungsarten sowie die Anbindung an übergeordnete Meldesysteme (z. B. Brandmelde- oder Gefahrenmanagementanlage). Damit wird dokumentiert, wie die Hydrantenanlage in die Gebäudeleittechnik eingebunden ist.

Der Anschlussplan ist Grundlage für die Installation und Inbetriebnahme: Er informiert den Elektroinstallateur über alle elektrischen Verbraucher und Schutzmaßnahmen (Schalter, Sicherungen, Schutzleitungen) der Hydrantenanlage. Bei Störungen, Umbauten oder Erweiterungen dient er der Fehlersuche und Dokumentation. Veränderungen an der Elektroinstallation (etwa durch Nachrüstung zusätzlicher Sensorik oder Erweiterung der Anlage) müssen im Anschlussplan vermerkt werden, um die Aktualität sicherzustellen.

Betriebs- und Benutzerhandbuch – Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs-/Benutzerhandbuch

Zweck & Geltungsbereich

Anleitung für Betrieb, Kontrolle und Wartung der Steigleitung und angeschlossener Wandhydranten

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 1988-600; DIN 1986-3; DIN EN 12056-5; VDI 6026-1; DVGW W 551

Wesentliche Inhalte

Systembeschreibung
Betriebsgrenzen
Hygiene- und Spülkonzepte
Wartungsintervalle

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installationsbetrieb

Praxisbezug

Grundlage für Betreiberpflichten, FM-Betrieb

Erläuterung

Das Betriebs- und Benutzerhandbuch fasst alle relevanten Informationen zum einwandfreien Betrieb der Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme zusammen. Es beschreibt umfassend die Funktion und Anordnung der Steigleitung sowie der angeschlossenen Versorgungs- und Entwässerungsleitungen. Das Handbuch enthält Angaben zu den Betriebsgrenzen der Anlage, wie maximale und minimale Drücke, zulässige Temperaturen und Durchflusswerte. Wesentliche Bestandteile sind auch Hygienekonzepte gemäß DVGW W 551 und VDI 6026-1: Vorgesehene Spül- und Desinfektionsintervalle werden festgelegt, um die Trinkwasserqualität zu gewährleisten und Stagnation zu verhindern. Das Handbuch erläutert, wie Wasserqualitätskontrollen und Spülvorgänge durchzuführen sind und welche Dokumentation erforderlich ist.

Zudem nennt es Wartungs- und Reinigungsintervalle für alle Systemkomponenten (z. B. Ventile, Armaturen, Entleerungsventile) sowie die benötigten Prüfgeräte und Materialien. Es unterstützt den Betreiber bei der Erfüllung seiner Pflichten (z. B. gemäß Trinkwasserverordnung und ArbStättV) und dient als Grundlage für den laufenden Betrieb im Facility Management. Vor der Inbetriebnahme der Steigleitung ist das Handbuch dem Betreiber zu übergeben.

Betriebs-/Gebrauchsanleitung für Wandhydranten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gebrauchsanleitung (Produkt)

Zweck & Geltungsbereich

Sichere und bestimmungsgemäße Nutzung des Wandhydranten im Brandfall

Rechts-/Normbezug

DIN EN 671-1; DIN EN 671-2; DIN 14461-1

Wesentliche Inhalte

Bedienung im Einsatz
Leistungsdaten
Wartungshinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Unterweisung, Einsatzbereitschaft im Brandfall

Erläuterung

Die Gebrauchsanleitung des Wandhydrantengehäuses ist ein vom Hersteller erstelltes Dokument und Bestandteil der Brandschutzdokumentation. Sie enthält präzise Anweisungen für die bestimmungsgemäße Handhabung im Einsatzfall: zum Beispiel das Öffnen des Hydrantenkastens, das Entrollen des Schlauchs und das Betätigen des Ventils. Die Anleitung listet die Leistungsdaten des Hydranten (z. B. Nenn-Förderstrom, erforderlicher Versorgungsdruck, Schlauchlänge) auf und nennt die empfohlenen Prüf- und Wartungsintervalle.

Gemäß DIN EN 671-1/2 erklärt sie, wie die monatlichen Sichtprüfungen und halbjährlichen Funktionsprüfungen durchzuführen sind. Herstellervorgaben zu Wartungsaufgaben (wie Schlauch- und Ventilprüfungen) und möglichen Ersatzteilen sind enthalten. Diese Anleitung bildet die Grundlage für die Unterweisung von Nutzern (z. B. Brandschutzhelfer, Personal, Feuerwehr) und muss vor dem ersten Einsatz der Anlage dem Verantwortlichen vorliegen. Regelmäßige Funktionstests orientieren sich an den Vorgaben der Gebrauchsanleitung.

Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Prüfprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der regelmäßigen Prüfung und Einsatzbereitschaft

Rechts-/Normbezug

Arbeitsstättenverordnung

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Prüfergebnisse
festgestellte Mängel
Maßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug

Behörden- und Versicherungsnachweis

Erläuterung

Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle dokumentieren die kontinuierliche Überprüfung der Betriebsbereitschaft der Wandhydranten. Gemäß der Arbeitsstättenverordnung und DIN EN 671-3 muss der Betreiber bzw. Arbeitgeber in festgelegten Intervallen alle Wandhydranten prüfen lassen. Üblicherweise umfasst dies monatliche Sichtkontrollen (z. B. Zustand des Schlauchs, Vollständigkeit der Ausrüstung) und halbjährliche oder jährliche Funktionsprüfungen durch einen Sachkundigen.

Im Prüfprotokoll werden alle prüfrelevanten Daten festgehalten: Datum, prüfende Person, Umfang der Prüfung (z. B. Druck- und Dichtheitsprüfung, Schlauchabrolltest) sowie die Ergebnisse und festgestellten Mängel. Gefundene Abweichungen werden zusammen mit Maßnahmen und Fristen dokumentiert. Diese Nachweise sind bei behördlichen Begehungen, Audits oder Versicherungsüberprüfungen vorzulegen. Sie belegen, dass die gesetzlichen Betreiberpflichten eingehalten werden und die Hydrantenanlage im Ernstfall einsatzbereit ist.

Bestands-/Inventarpläne der Steigleitung und Wandhydranten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestands-/Revisionsplan

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Lage, Leitungsführung und Hydrantenpositionen

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 1986-3; VDI 6026-1; DVGW W 551

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Geschosszuordnung
Hydrantenkennzeichnung

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Betrieb, Wartung, Einsatzplanung

Erläuterung

Bestands- oder Inventarpläne dokumentieren die genaue Lage und Leitungsführung aller Steigleitungen und Wandhydranten im Gebäude. Sie sind Teil der Revisionsdokumentation und werden nach Fertigstellung oder Modifikationen erstellt. Typischerweise enthalten sie die Grundrisse der Etagen mit eingezeichneter Steigleitung, den genauen Positionen der Wandhydranten, Hauptventile, Entleerungsstellen sowie deren Kennzeichnungen und Identifikationen.

Jeder Wandhydrant ist im Plan gekennzeichnet (z. B. mit einer Nummer oder einem Symbol) und dem jeweiligen Stockwerk zugeordnet. Die Leitungsführung zeigt den Verlauf der Hauptzuleitungen (nass oder trocken). Diese Pläne sind für die Feuerwehr, das Wartungspersonal und Umbauarbeiten unverzichtbar: Im Einsatz findet man schnell den nächsten Hydranten, bei Instandsetzungen sind die Rohrverläufe und Zugänge ersichtlich.

Gemäß DIN 18381 und DIN 1986-3 sind Bestandspläne Teil der Projektdokumentation, um bei späteren Umbauten oder Erweiterungen bestehende Installationen nachvollziehbar zu machen. Zusammen mit den Prüf- und Wartungsunterlagen bilden sie die revisionssichere Dokumentation der Anlage.

Zertifikat der Leistungsbeständigkeit (AVCP)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Zertifikat der Leistungsbeständigkeit

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Konformität als Bauprodukt

Rechts-/Normbezug

Verordnung (EU) 305/2011; Verordnung (EU) 2024/3110

Wesentliche Inhalte

Leistungsklassen
Zertifizierungsstelle
Gültigkeit

Verantwortlich

Produktzertifizierungsstelle

Praxisbezug

Bauaufsichtliche und haftungsrechtliche Absicherung

Erläuterung

Das Zertifikat der Leistungsbeständigkeit ist ein offizieller Nachweis im Rahmen der EU-Bauproduktenverordnung (CPR). Es bescheinigt, dass die Wandhydranten Typ F den deklarierten Leistungsanforderungen entsprechen. Im Zertifikat sind unter anderem die Leistungsklassen und -merkmale (z. B. Frostsicherheit, Materialklasse, Durchflussleistung) sowie die benannte Zertifizierungsstelle und die Gültigkeitsdauer festgehalten.

Mit diesem Zertifikat wird nachgewiesen, dass das Produkt systematisch geprüft und überwacht wird (AVCP-Verfahren) und dauerhaft die angegebene Qualität liefert. Bei Bauantrag und Abnahme dient es als Nachweis gegenüber der Bauaufsicht, dass die verwendeten Komponenten den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Es verringert die haftungsrechtlichen Risiken für Hersteller und Planer, da die Konformität und Leistungsfähigkeit des Produkts offiziell bestätigt werden.

Europäische Bewertung / Bewertungsdokumente für Bauprodukte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Europäische technische Bewertung (ETA) / Bewertungsdokument

Zweck & Geltungsbereich

Ergänzender Nachweis bei nicht vollständig harmonisierten Produkten

Rechts-/Normbezug

Verordnung (EU) 305/2011; Verordnung (EU) 2024/3110

Wesentliche Inhalte

Bewertungsgrundlagen
Leistungsmerkmale

Verantwortlich

Bewertungsstelle

Praxisbezug

Nachweis gegenüber Bauaufsicht und Sachverständigen

Erläuterung

Eine Europäische Technische Bewertung (ETA) oder ein vergleichbares Bewertungsdokument wird für Bauprodukte erstellt, die von einer harmonisierten Norm nicht vollständig erfasst werden. Für spezielle Wandhydrantenausführungen, die über den Standard hinausgehen (z. B. andere Materialien oder konstruktive Besonderheiten), stellt eine ETA einen ergänzenden Nachweis der Gebrauchstauglichkeit dar. Sie beschreibt die geprüften Leistungsmerkmale des Produkts und die zugrundeliegenden Prüfverfahren.

Mit diesem Bewertungsnachweis können Planer, Bauaufsichten oder Sachverständige die Verwendbarkeit des Produkts sicher beurteilen, auch wenn noch keine entsprechende Produktnorm existiert. Eine ETA enthält üblicherweise die technischen Prüfgrundlagen und die dokumentierten Eigenschaften des Hydranten. So wird die bauordnungsrechtliche Anerkennung innovativer Ausführungen abgesichert.

Produktspezifische technische Dokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Produktdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige Beschreibung der technischen Eigenschaften

Rechts-/Normbezug

Verordnung (EU) 305/2011

Wesentliche Inhalte

technische Daten
Materialangaben
Leistungsnachweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Betrieb, Ersatzteilmanagement, Audits

Erläuterung

Die produktspezifische technische Dokumentation ist eine umfassende Beschreibung des Wandhydranten sowie seiner Baugruppen und Materialien. Sie wird in der Regel vom Hersteller erstellt und umfasst technische Zeichnungen, Maßblätter, Material- und Werkstoffnachweise, Montage- und Wartungsanleitungen, Prüfzertifikate und Leistungsdaten.

Sie dient als Grundlage für Instandhaltung und Ersatzteilmanagement: Anhand der Zeichnungen und Stücklisten kann ermittelt werden, welche Bauteile ersetzt werden müssen. Außerdem können Betreiber und Auditoren mit dieser Dokumentation nachvollziehen, dass das Produkt den angegebenen Spezifikationen entspricht. Im Rahmen von Zulassungs- oder Auditverfahren dient sie dazu, die langfristige Verfügbarkeit und Konformität der Komponenten sicherzustellen.

Montage- und Installationsanleitung für Wandhydranten (Hersteller)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installationsanleitung (Produkt)

Zweck & Geltungsbereich

Normgerechte Montage der Wandhydranten Typ F an Steigleitungen „nass/trocken“

Rechts-/Normbezug

DIN EN 671-3; DIN EN 671-1; DIN EN 671-2

Wesentliche Inhalte

Einbauvorgaben
Befestigung
Anschlussbedingungen
Abstände
Kennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Grundlage für fachgerechte Montage und Abnahme

Erläuterung

Die Installationsanleitung des Herstellers ist verbindlich einzuhalten, um die Wandhydranten brandschutztechnisch korrekt zu installieren. Sie enthält detaillierte Vorgaben zum Einbau, etwa die genaue Montagehöhe (ca. 1,40 m über Fertigfußboden gemäß Norm) und die erforderlichen Wandbefestigungen. Auch Anschlussbedingungen (etwa Anschlussgewinde, Dichtungen), Mindestabstände zu Decken und Wänden sowie die vorgeschriebene Kennzeichnung (Hydrantenschild, Farbmarkierungen) sind festgelegt. Durch die Einhaltung dieser Anleitung wird sichergestellt, dass der Wandhydrant seine Funktion im Brandfall zuverlässig erfüllt und bei Abnahmen von Behörden oder Versicherern keine Mängel festgestellt werden. Die Montageanleitung bildet somit die Grundlage für eine fachgerechte Installation und erfolgreiche Abnahme der Anlage.

Installationsanleitung gemäß DIN 14461-1 (Hersteller)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installationsanleitung (national)

Zweck & Geltungsbereich

Ergänzende nationale Anforderungen an Wandhydranten

Rechts-/Normbezug

DIN 14461-1

Wesentliche Inhalte

nationale Ausführungsdetails
Anschluss- und Betriebsanforderungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Ergänzung zu harmonisierten Normen

Erläuterung

Diese Anleitung nach DIN 14461-1 ergänzt die europäischen Normen um national festgelegte Details. Sie enthält ergänzende Ausführungs- und Anschlussanforderungen für Wandhydranten, die in den harmonisierten EN-Normen nicht geregelt sind. Beispielsweise werden hier deutsche Vorgaben zum Anschluss an das Wasserversorgungsnetz beschrieben (wie die Integration von Spüleinrichtungen, Ventilen oder Sicherheitsarmaturen) sowie ggf. betriebsspezifische Vorgaben aus Landesbauordnungen. Bei bauaufsichtlichen Prüfungen und Abnahmen muss diese nationale Anleitung zusätzlich beachtet werden. Sie stellt sicher, dass alle in Deutschland gültigen Anforderungen erfüllt sind und dient damit als verbindliche Ergänzung zu den EN 671-Standards bei der Montage von Wandhydranten Typ F.

Errichtererklärung für Feuerlöschwasseranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Errichtererklärung

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung der norm- und vertragsgerechten Ausführung

Rechts-/Normbezug

DIN 14462

Wesentliche Inhalte

Anlagenumfang
Normkonformität
Abweichungen

Verantwortlich

Installationsbetrieb

Praxisbezug

Abnahme, Haftung, Gewährleistung

Erläuterung

Die Errichtererklärung ist ein zentrales Abnahmedokument nach DIN 14462. In ihr bestätigt der ausführende Installationsbetrieb schriftlich, dass die Feuerlöschwasseranlage (einschließlich Wandhydranten) vertrags- und normgerecht errichtet wurde. Üblicherweise werden Umfang und Ausrüstung der Anlage, die Einhaltung der einschlägigen Normen sowie eventuelle Abweichungen oder Sonderlösungen benannt. Die Errichtererklärung ist vor der Abnahme dem Betreiber oder Auftraggeber zu übergeben. Sie begründet die Haftung und Gewährleistung des Errichters und wird bei der offiziellen Abnahme durch Behörden oder Sachverständige als Nachweis herangezogen.

Installationsbericht für Feuerlöschwasseranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installationsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der ausgeführten Montage

Rechts-/Normbezug

DIN 14462

Wesentliche Inhalte

Montageumfang
Prüfungen bei Inbetriebnahme
Datum

Verantwortlich

Installationsbetrieb

Praxisbezug

Revisionsunterlage, Nachweis bei Prüfungen

Erläuterung

Der Installationsbericht dokumentiert den tatsächlich realisierten Zustand der Anlage nach Fertigstellung. Er enthält Angaben zu den verbauten Komponenten (z. B. Hydrantenmodelle, Rohrleitungen), dem Umfang der Installation und den Ergebnissen der durchgeführten Funktions- und Dichtheitsprüfungen bei Inbetriebnahme. Datum, Ort und beteiligte Fachleute werden ebenfalls festgehalten. Dieser Bericht wird Teil der Revisionsunterlagen und dient später als Referenz bei Wiederholungsprüfungen oder Umbaumaßnahmen. Er ermöglicht es Prüfern und Betreibern, die ausgeführte Installation mit den ursprünglichen Planungsunterlagen abzugleichen und die normgerechte Errichtung nachzuweisen.

Funktions- und Strangschema (LPH 8 – Ausführungsstand)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Übersicht der hydraulischen und funktionalen Zusammenhänge

Rechts-/Normbezug

VDI 6026-1; DIN 18381

Wesentliche Inhalte

Steigleitungsführung
Hydrantenanordnung
Absperr- und Entleerungseinrichtungen

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Betrieb, Wartung, Störungsanalyse

Erläuterung

Das Funktions- und Strangschema stellt übersichtlich dar, wie die Löschwasserleitungen durch das Gebäude führen und funktional zusammenhängen. Als Ausführungsunterlage (LPH 8) zeigt es den Verlauf der Steigleitungen, die Anordnung der Wandhydranten auf den einzelnen Etagen sowie die Lage von Absperrventilen, Entleerungs- oder Belüftungseinrichtungen. Nach VDI 6026-1 gehört ein solches Schema zur verpflichtenden Dokumentation in der Technischen Gebäudeausrüstung. Für das Facility Management und Wartungspersonal ist das Schema unverzichtbar: Es dient als zentrales Arbeitsmittel bei Betriebskontrollen und Störungsanalysen, da es eine schnelle Orientierung im System ermöglicht und die Lage kritischer Armaturen und Hydranten aufzeigt.

Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Prüfprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der regelmäßigen Einsatzbereitschaft

Rechts-/Normbezug

DIN EN 671-3; Arbeitsstättenverordnung

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Prüfergebnisse
Mängel
Maßnahmen

Verantwortlich

Betreiber / Arbeitgeber

Praxisbezug

Behörden-, Versicherungs- und Auditnachweis

Erläuterung

Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle sind das zentrale Mittel zur regelmäßigen Dokumentation der Einsatzbereitschaft. Sie werden üblicherweise bei den vorgeschriebenen Inspektionen oder Wartungsintervallen geführt (z. B. jährlich). In den Protokollen wird der genaue Prüfumfang festgehalten – etwa das vollständige Abrollen des Schlauchs, die Kontrolle des Absperrventils oder Messungen der Fließdruckwerte. Außerdem werden die Prüfergebnisse dokumentiert, sowie etwaige Mängel und die entsprechenden Abhilfemaßnahmen vermerkt. Nach DIN EN 671-3 ist es üblich, nach jeder Wartung einen Prüfaufkleber (z. B. mit dem Datum und Namen des Prüfers) am Hydranten anzubringen. Die Protokolle dienen als Nachweis gegenüber Behörden, Versicherungen und Auditoren, dass die Wandhydranten ordnungsgemäß gewartet wurden und im Notfall funktionieren.

Wartungsanleitung / Instandhaltungsanweisung (Hersteller)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Vorgaben für Inspektion, Wartung und Instandsetzung

Rechts-/Normbezug

DIN EN 671-1; DIN EN 671-2

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Austausch von Bauteilen
Prüfmethoden

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Grundlage für Instandhaltungsplanung

Erläuterung

Die Wartungsanleitung des Herstellers enthält verbindliche Vorgaben für alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Sie legt fest, in welchen Zeitabständen die Hydranten kontrolliert und gewartet werden müssen (z. B. jährliche Überprüfung) und welche Komponenten dabei gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen (z. B. Verschleißteile wie Dichtungen). Ferner beschreibt sie die anzuwendenden Prüfmethoden (etwa Dichtheits- und Funktionsprüfungen des Ventils) und gibt Hinweise zur Handhabung. Diese Anleitung bildet die Basis für das Wartungsmanagement im Betrieb. Nur wenn die Wartung nach den Vorgaben des Herstellers erfolgt, bleiben Garantieansprüche bestehen und ist der effiziente Betrieb langfristig sichergestellt.

Wartungsbericht (qualifizierte Person)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation durchgeführter Wartungsmaßnahmen

Rechts-/Normbezug

DIN 14462; DIN EN 671-3

Wesentliche Inhalte

durchgeführte Arbeiten
Ergebnisse
Empfehlungen

Verantwortlich

Qualifizierte Fachkraft

Praxisbezug

Nachweis ordnungsgemäßer Instandhaltung

Erläuterung

Der Wartungsbericht wird von der ausführenden Fachkraft erstellt und dokumentiert die tatsächlich durchgeführten Inspektions- und Wartungsarbeiten. Er listet alle ausgeführten Tätigkeiten auf (zum Beispiel „Schlauch gewechselt“, „Ventil überprüft“), hält die Messergebnisse und Prüfergebnisse fest und enthält gegebenenfalls Empfehlungen für weitere Maßnahmen. Dieser Bericht dient als Nachweis, dass die Instandhaltungsmaßnahmen sachgerecht gemäß DIN 14462 durchgeführt wurden. Er ergänzt die Protokolle um Details und unterstützt Betreiber und Prüfer dabei, den Wartungsstatus der Anlage nachzuvollziehen.

Wartungszertifikat (Sachverständiger)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungszertifikat

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung der ordnungsgemäßen Wartung

Rechts-/Normbezug

DIN 14462

Wesentliche Inhalte

Zertifizierte Prüfung
Gültigkeit

Verantwortlich

Sachverständiger

Praxisbezug

Versicherungs- und Behördennachweis

Erläuterung

Ein Wartungszertifikat wird von einem unabhängigen Sachverständigen ausgestellt und bestätigt, dass die Wartung der Wandhydrantenanlage fachgerecht erfolgt ist. Es enthält in der Regel Angaben zur durchgeführten Zertifizierungsprüfung und ihrer Gültigkeitsdauer. Dieses Zertifikat dient insbesondere gegenüber Versicherungen oder Bauaufsichtsbehörden als Nachweis, dass die Anlage gemäß den Anforderungen instand gehalten wird. Es ergänzt die interne Dokumentation durch eine externe Bestätigung der Wartungsqualität.

EU-Konformitätserklärung (Bauprodukt)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Konformitätserklärung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Übereinstimmung mit Bauproduktanforderungen

Rechts-/Normbezug

DIN 18384

Wesentliche Inhalte

Produktidentifikation
angewandte Normen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Bauaufsichtliche Nachweise

Erläuterung

Die EU-Konformitätserklärung nach Bauproduktrichtlinie wird vom Hersteller für den Wandhydrant als Bauprodukt erstellt. Sie weist nach, dass das Produkt den geltenden gesetzlichen Anforderungen entspricht. In der Erklärung werden unter anderem die genaue Produktidentifikation, die angewandten harmonisierten Normen (zum Beispiel DIN EN 671-1/-3) und ggf. die angewandten Prüfvorschriften aufgeführt. Diese Konformitätserklärung ist Teil der Bauakten und dient der Bauaufsicht als Nachweis, dass der eingesetzte Wandhydrant ordnungsgemäß zertifiziert ist und den Baustandards genügt.

Kontrollbuch für Feuerlöschwasseranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kontrollbuch

Zweck & Geltungsbereich

Zentrale Dokumentation aller Prüf-, Wartungs- und Ereigniseinträge

Rechts-/Normbezug

DIN 14462

Wesentliche Inhalte

Wartungen
Prüfungen
Mängel
Maßnahmen

Verantwortlich

Betreiber / Errichter / Sachverständiger

Praxisbezug

Zentrale Revisions- und Auditunterlage

Erläuterung

Das Kontrollbuch bildet die führende Lebenszyklusakte der Wandhydrantenanlage. Hierin werden von Betreiber, Errichter und Prüforganen alle Wartungs- und Prüfmaßnahmen sowie festgestellte Mängel und ergriffene Korrekturmaßnahmen lückenlos dokumentiert. Jeder Eintrag enthält Datum, durchführende Person und Befund. Als zentrales Revisions- und Auditdokument ermöglicht das Kontrollbuch die Rückverfolgbarkeit des gesamten Anlagenzustands. Bei behördlichen Inspektionen oder Versicherungsgutachten muss das Kontrollbuch vorgelegt werden, um den ordnungsgemäßen Betrieb und die laufende Instandhaltung nachzuweisen.

Leistungserklärung (DoP)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Leistungserklärung (DoP)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der erklärten Leistung des Wandhydranten als Bauprodukt

Rechts-/Normbezug

Verordnung (EU) 305/2011; Verordnung (EU) 2024/3110; DIN 18421 (VOB/C ATV); DIN 18386/18381/18380/18379/18385 (VOB/C ATV); DGUV-I 208-026

Wesentliche Inhalte

eindeutige Produktidentifikation
erklärte Leistungsmerkmale
AVCP-System
Herstellerangaben

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Bauaufsichtlicher Nachweis, Abnahme, Haftung

Erläuterung

Die Leistungserklärung (Declaration of Performance, DoP) ist der zentrale bauproduktrechtliche Nachweis für CE-gekennzeichnete Bauprodukte. Sie dokumentiert, dass der Wandhydrant Typ F die festgelegten Leistungsmerkmale – etwa Durchflussleistung, Nennweite, Betriebsdruck oder Feuerwiderstand – gemäß den relevanten Normen und Verordnungen erfüllt. Nach der EU-Bauproduktenverordnung (EU) 305/2011 und der neuen Verordnung (EU) 2024/3110 muss der Hersteller diese Leistungserklärung erstellen und dem Produkt beifügen. Die DoP enthält alle deklarationspflichtigen Kenngrößen, eine eindeutige Produktidentifikation, das angewandte AVCP-System und Angaben zum Hersteller. Sie wird zusammen mit dem CE-Kennzeichen mitgeliefert und ist Voraussetzung für die Bauabnahme. Ohne gültige DoP darf der Wandhydrant nicht in Verkehr gebracht oder eingebaut werden. Sie dient zudem als wichtige Informationsgrundlage im Haftungsfall, da sie die zugesicherten Eigenschaften des Hydranten darlegt.

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis / Prüfbescheinigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauaufsichtliches Prüfzeugnis

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung der Verwendbarkeit nach Landesbauordnung

Rechts-/Normbezug

HBauO

Wesentliche Inhalte

Geltungsbereich
Auflagen
Prüfergebnisse

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Bauaufsicht, Sonderbau, Abnahme

Erläuterung

Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (ABP) wird insbesondere bei brandschutztechnisch relevanten Bauprodukten benötigt. Es ergänzt die Leistungserklärung um eine behördliche Bestätigung der Verwendbarkeit nach Landesbauordnung. Ein zugelassenes Prüfamt kontrolliert das Produkt über die Normanforderungen hinaus und definiert den zulässigen Einsatzbereich (z. B. Gebäudetyp, Umgebungstemperaturen, Material- und Einbaubedingungen). Im Prüfzeugnis sind oft spezielle Auflagen oder Einschränkungen vermerkt, etwa zur Feuerwiderstandsklasse oder zur Montagewand. In der Praxis dient das ABP gegenüber der Bauaufsicht – etwa bei Sonderbauten – als Nachweis, dass der Wandhydrant den bauaufsichtlich geforderten Anforderungen entspricht. Es ermöglicht letztlich die rechtskonforme Abnahme der Anlage unter Beachtung der behördlichen Vorgaben.

Einzelnachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Verwendbarkeitsnachweis im Einzelfall

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis bei nicht vollständig harmonisierten Produkten

Rechts-/Normbezug

HBauO

Wesentliche Inhalte

objektspezifische Bewertung
technische Begründung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Sonderlösungen, Bestand, Umbauten

Erläuterung

Der Einzelnachweis der Verwendbarkeit wird erforderlich, wenn ein Bauprodukt nicht von einer harmonisierten Norm erfasst ist oder wenn für den konkreten Einbau Sonderbedingungen vorliegen. Gemäß § 20c der Musterbauordnung (bzw. entsprechenden Landesbauordnung) muss in jedem Einzelfall dokumentiert werden, dass der Wandhydrant mit der spezifischen Bauwerks-Situation vereinbar ist. Hierzu wird meist ein ausführlicher Bericht oder ein Gutachten erstellt, das die technischen Zusammenhänge und die Eignung belegt. Beispielsweise kann darin nachgewiesen werden, dass ein nicht genormtes Bauteil oder eine abweichende Einbaulage der Sicherheit des Systems nicht nachteilig ist. Nur wenn der Einzelnachweis positiv bewertet wird, genehmigt die Bauaufsicht in der Regel die Sonderlösung. So erhalten auch Bestandsumbauten oder außergewöhnliche Anschlusssituationen eine behördliche Freigabe.

Produktkennzeichnung (Wandhydranten)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Produktkennzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Eindeutige Identifikation und Zuordnung

Rechts-/Normbezug

DIN EN 671-1; DIN EN 671-2

Wesentliche Inhalte

Typbezeichnung
Nenndaten
Hersteller
Normverweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Wartung, Ersatzteile, Prüfungen

Erläuterung

Die Produktkennzeichnung eines Wandhydranten sichert die eindeutige Identifikation im Betrieb. Gemäß DIN EN 671-1 (Typ F, Schlauchhaspel) bzw. DIN EN 671-2 (Typ S, Feuerwehrflachschlauch) muss jede Löscharmatur oder Hydrantenschrank mit einem Typenschild versehen sein. Darauf müssen mindestens die Typbezeichnung, der Nenndurchmesser (oder die Durchflussklasse), der maximale Betriebsdruck und der Name bzw. die Marke des Herstellers stehen. In der Praxis wird häufig auch das Produktionsjahr und die Normenreferenz (z. B. EN 671-1) angegeben. Diese Angaben sind wichtig für Wartung, Prüfungen und Ersatzteilbestellungen: So kann der Betreiber und das Servicepersonal den Hydranten schnell identifizieren. Eine vollständige, gut lesbare Kennzeichnung ist Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Instandhaltung. Fehlende oder unklare Angaben müssen vor Inbetriebnahme ersetzt werden, um Verwechslungen im Ernstfall zu vermeiden.

Installationsplan (Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installations-/Montageplan

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Installation der Steigleitung und Hydranten

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Anschlussdetails
Absperreinrichtungen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installationsbetrieb

Praxisbezug

Montage, Umbauten, Wartung

Erläuterung

Der Installationsplan ist ein maßstäblicher Ausführungsplan, der alle Rohrleitungen und Armaturen der Hydrantenanlage abbildet. Er zeigt den genauen Verlauf der Steigleitung, die Lage der Wandhydranten, zugehörige Eckventile, Füll- und Entleerungseinrichtungen sowie alle Anschlussdetails. Nach DIN 18381 (VOB/C) gehört er zur Ausführungsdokumentation. Nach Fertigstellung wird der Plan in die Revisionsunterlagen übernommen und verbleibt als Referenz im Anlagenbuch. In der Praxis ist er für spätere Umbauten oder Wartungsarbeiten unverzichtbar: Techniker können den Leitungsverlauf und Einbauten schnell nachvollziehen. Ohne einen solchen Plan wären Rekonstruktion des Ist-Zustands und gezielte Eingriffe in die Anlage deutlich erschwert.

Stromlauf- / Funktionspläne (LPH 7+ Installationsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Stromlauf-/Funktionsplan

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung von Überwachungs-, Melde- oder Begleitfunktionen

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Funktionszusammenhänge
Schnittstellen

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Inbetriebnahme, Fehlersuche

Erläuterung

Stromlauf- und Funktionspläne dokumentieren die elektrischen Schaltungen und logischen Abläufe von Begleitfunktionen der Hydrantenanlage. Beispielsweise können Füllstandsensoren, Frostwächter, Entleerungsventile mit elektrischer Steuerung oder Alarmmelder Teil des Systems sein. Im Stromlaufplan ist die Verdrahtung (Kabelwege, Anschlüsse an Sensoren oder Aktoren) eingezeichnet, der Funktionsplan zeigt schematisch, welche Reaktion ein bestimmtes Signal auslöst. In der Praxis werden diese Pläne vor allem dann erstellt, wenn die Hydranten mit der Gebäudeleittechnik oder Brandmeldeanlage verknüpft sind. Sie erleichtern die Inbetriebnahme, da sie verdeutlichen, wie Meldesignale wirken, und sie beschleunigen Fehlersuche und Wartung, weil dadurch klar wird, welche Komponente in welchem Zusammenhang zu prüfen ist.

Druck- und Dichtheitsprüfprotokoll

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Dichtheit und Belastbarkeit der Leitungen

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Prüfdruck
Prüfdauer
Ergebnis

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Abnahme, Betriebssicherheit

Erläuterung

Das Druck- und Dichtheitsprüfprotokoll dokumentiert die abschließenden Drucktests nach Abschluss der Installation. Bei diesen Prüfungen wird die Steigleitung – je nach Systemnutzung mit Wasser gefüllt (nass) oder mit Druckluft befüllt (trockene Leitungen) – über einen definierten Zeitraum belastet. Üblich ist ein Prüfmediumdruck, der das 1,5-fache des späteren Betriebsdrucks beträgt, für eine bestimmte Prüfdauer (z. B. 30 Minuten). Prüfdruck, Dauer und Ergebnis (bestanden/beanstandet) werden schriftlich festgehalten. Der ausführende Fachbetrieb unterschreibt das Protokoll. Im Rahmen der Abnahme übergeben Bauherr oder Betreiber dieses Dokument. Nur wenn die Prüfung erfolgreich verläuft, gilt die Anlage als dicht und betriebssicher abgenommen. Damit ist das Prüfprotokoll ein wichtiger Nachweis für die ordnungsgemäße Inbetriebnahme der Steigleitung.

Prüf- und Herstellerzertifikate

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Herstellerzertifikate

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung der Produkt- und Systemkonformität

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Prüfergebnisse
Normkonformität

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Abnahme, Haftung

Erläuterung

Prüf- und Herstellerzertifikate sind ergänzende Nachweise zur Konformität der Anlagekomponenten. Hierzu zählen beispielsweise Material- und Werkszeugnisse (DIN EN 10204) für Rohre und Armaturen, Konformitätsbescheinigungen für Schläuche oder Prüfzertifikate von unabhängigen Instituten für spezielle Bauteile. Hersteller fügen diese Zertifikate den Produkten bei, um die Einhaltung der technischen Spezifikationen und Normen zu dokumentieren. Während die Leistungserklärung die Deklaration des Herstellers für das Produkt insgesamt ist, belegen diese Zertifikate die Qualität und Prüfung einzelner Teile. Bei der Abnahme dienen sie dazu, gegenüber Bauherrn, Behörde oder Versicherer nachzuweisen, dass die verbauten Materialien den zugesicherten Anforderungen entsprechen. Sie sind insbesondere bei öffentlichen Bauvorhaben oder Sonderbauten erforderlich und erleichtern es, im Schadensfall die Verantwortlichkeit nachzuvollziehen.

Prüfbuch für Wandhydrantensysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbuch

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der regelmäßigen Prüfungen

Rechts-/Normbezug

DIN EN 671-3

Wesentliche Inhalte

Prüfintervalle
Prüfer
Ergebnisse
Mängel

Verantwortlich

Verantwortliche Person für Feuerlöscheinrichtungen

Praxisbezug

Audit, Versicherung, Behörden

Erläuterung

Das Prüfbuch ist das zentrale Nachweisdokument für alle wiederkehrenden Prüfungen der Wandhydrantenanlage. Es wird nach DIN EN 671-3 geführt und enthält alle durchgeführten Inspektionen – etwa vierteljährliche Sichtprüfungen, Schlauchabnahmen und jährliche Funktionstests (Schlauch ausziehen, Wasserdurchfluss messen, Ventile betätigen). Jeder Eintrag vermerkt Datum, prüfende Person, durchgeführte Maßnahme und das Ergebnis sowie festgestellte Mängel. Auch Nachbesserungen oder Reparaturen werden dokumentiert. Das Prüfbuch muss ständig verfügbar sein (z. B. im Hydrantenschrank) und gilt bei Audits, Abnahmen oder Versicherungsprüfungen als wichtiger Beleg für die Einsatzbereitschaft. Es beweist, dass die Hydrantenanlage regelmäßig instand gehalten wurde und trägt so wesentlich zur Betriebssicherheit bei.

Unterweisungsprotokoll für Betriebs- und Wartungspersonal

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungsprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachgerechten Einweisung

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 1986-3; DIN 1988-600

Wesentliche Inhalte

Inhalte
Teilnehmende
Datum

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Rechtssicherheit, Betrieb

Erläuterung

Das Unterweisungsprotokoll dokumentiert die Einweisung des Betriebs- und Wartungspersonals in die sachgerechte Handhabung der Wandhydrantenanlage. Nach einschlägigen Vorschriften (z. B. DIN 1988-600 für Trinkwasserinstallationen in Löschwasseranlagen) muss sichergestellt sein, dass nur fachkundiges Personal die Anlage bedient und wartet. In der Unterweisung werden Inhalte vermittelt wie das korrekte Öffnen und Schließen der Absperrventile, der richtige Umgang mit dem Schlauch (Aus- und Aufrollen), das Verhalten nach einem Löschvorgang (Spülen, Wartung) sowie Hygieneregeln. Das Protokoll hält Datum, Schulungsinhalte, Ausbilder und teilnehmende Personen fest. Es dient als Nachweis gegenüber Behörden, Prüfstellen und Versicherern, dass der Betreiber seine Unterweisungspflicht erfüllt hat. Durch diese Dokumentation werden Bedienfehler vermieden und die Rechtssicherheit im Anlagenbetrieb erhöht.

Übersichts-Schaltplan nach DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übersichts-Schaltplan (As-built)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der funktionalen Zusammenhänge (Überwachung/Meldung) der Wandhydranten an Steigleitungen

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN EN 61082-1 (VDE 0040-1); VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Funktionsblöcke
Schnittstellen (z. B. Meldungen)
Kennzeichnungen
Revisionsstand

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installationsbetrieb

Praxisbezug

Betrieb, Fehlersuche, Prüfungen, Umbauten

Erläuterung

Der Übersichts-Schaltplan im LPH-8-Stand zeigt schematisch den gesamten hydraulischen Aufbau der Wandhydranten-Anlage. Er stellt alle Rohrleitungsstränge (Einspeisung, Steigleitungen, Entleerungseinrichtungen und Anschlüsse zu den Wandhydranten) mit genormten Symbolen und eindeutigen Beschriftungen dar (nach DIN EN 61082-1, VDI 6026-1). Jeder Leitungsabschnitt, jedes Ventil und jeder Abzweig erhält eine Identnummer. Diese Darstellung dient als zentrale Grundlage für alle nachfolgenden Prüf- und Wartungsarbeiten. Sie erleichtert insbesondere das Durchführen von Dichtheits- und Druckprüfungen (z. B. nach DIN 18381/DIN 1988-8), da die Prüfer die Druckzonen, Fließrichtungen und Funktionselemente unmittelbar erkennen. In der Instandhaltung hilft der Plan, Störungen zu lokalisieren und Reparaturen gezielt zu planen. Der Schaltplan wird während der Ausführungsplanung (HOAI LPH 8) erstellt und gemäß VDI 6026-1 in der Technischen Gebäudeakte abgelegt. Bei Änderungen an der Anlage wird er fortlaufend aktualisiert, um immer den aktuellen Ist-Zustand der Anlage zu dokumentieren.

Verwendbarkeitsnachweis von Bauprodukten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Nachweis der Verwendbarkeit

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung der bauordnungsrechtlichen Zulässigkeit der eingesetzten Wandhydranten

Rechts-/Normbezug

HBauO; DIN 18421 (VOB/C ATV); DIN 18379/18380/18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Produktzuordnung
Anwendungsbereich
Auflagen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Bauaufsicht, Abnahme, Haftung

Erläuterung

Der Verwendbarkeitsnachweis dokumentiert die bauordnungsrechtliche Zulässigkeit der eingesetzten Bauprodukte. Er fasst alle erforderlichen Zulassungs- und Konformitätsnachweise für Leitungen, Formstücke, Armaturen und Befestigungen zusammen. Typische Inhalte sind die Nummern allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassungen oder ETAs, CE-Erklärungen und Hersteller-Übereinstimmungsbescheinigungen sowie Angaben zu Werkstoff- und Druckklassen, Einsatz- und Temperaturgrenzen. Damit bestätigt der Hersteller, dass die verbauten Komponenten den Anforderungen der Landesbauordnung (z. B. HBauO) und den einschlägigen Ausführungsnormen (VOB/C ATV) entsprechen. Dieser Nachweis ist insbesondere bei Sonderbauten oder abweichenden Ausführungen erforderlich und muss der Bauaufsicht bzw. dem Prüfer bei Abnahme vorgelegt werden. Ohne gültigen Verwendbarkeitsnachweis ist der Einbau eines Produkts in der Anlage nicht zulässig. Der Nachweis wird im Zusammenhand mit der Bauproduktakte aufbewahrt und minimiert Haftungsrisiken für Planer und Betreiber.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) / Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauaufsichtliche Zulassung

Zweck & Geltungsbereich

Zulassung als geregeltes Bauprodukt

Rechts-/Normbezug

HBauO; DIN 18384 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Geltungsdauer
Verwendungsbedingungen
Prüfauflagen

Verantwortlich

DIBt

Praxisbezug

Bauaufsichtliche Nachweise, Bestandsschutz

Erläuterung

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) ist ein behördliches Zertifikat des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) für Bauprodukte. Sie bestätigt, dass ein geprüftes Rohrleitungssystem oder Befestigungsset sämtliche bauordnungsrechtlichen Anforderungen erfüllt. In der Zulassung werden unter anderem die Zulassungsnummer mit Gültigkeitszeitraum, eine detaillierte Produktbeschreibung sowie der zulässige Anwendungsbereich festgehalten. Ebenso sind besondere Auflagen aufgeführt, etwa zulässige Druck- und Temperaturgrenzen oder Vorgaben zur fachgerechten Montage und Wartung. Für brandschutzrelevante Komponenten ohne harmonisierte EU-Norm gilt die abZ als Pflichtnachweis: Bei Neubau, Sanierung oder behördlicher Abnahme muss sie vorgelegt werden, um die Zulässigkeit und Sicherheit der verwendeten Systemkomponenten gemäß §§ 19–21 HBauO nachzuweisen. Fehlt eine gültige abZ, kann die Bauausführung untersagt werden. Die abZ ergänzt die produktbezogenen Leistungsnachweise und ist Voraussetzung für den Bestandsschutz und die Anerkennung eines Bauprodukts als zugelassenes System.

Werkstattzeichnungen (Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Werkstatt-/Detailzeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der Montage und Leitungsführung

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Anschlüsse
Befestigungen
Durchdringungen

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Montage, Instandhaltung, Umbauten

Erläuterung

Werkstattzeichnungen stellen alle Details der Installation dar. Sie enthalten in der Regel isometrische Darstellung der Rohrleitungen, Anschlüsse und Durchführungen der Wandhydrantenanlage. Koordinaten, Höhenangaben und Montagehilfen (z. B. Halterungsdetails, Auskragungen) sind vermerkt. Diese Zeichnungen werden vom ausführenden Fachunternehmen im Rahmen der Ausführungsplanung (HOAI LPH 5) erstellt, um eine präzise Umsetzung der Planung sicherzustellen. Bei der Abnahme werden sie zur Kontrolle herangezogen: Der Ist-Zustand der fertigen Anlage wird mit den Werkstattzeichnungen verglichen. Durch diesen Soll-Ist-Abgleich dokumentieren die Zeichnungen den tatsächlichen Einbauzustand (As-Built) der Anlage. Anschließend werden sie als Teil der Revisionsunterlagen archiviert (gemäß VDI 6026-1) und dienen im Facility Management als Nachschlagewerk zur Überprüfung der Bauausführung. Außerdem bilden sie die Grundlage für später notwendige Wartungs- oder Erweiterungsarbeiten.

Zusammenstellung der wichtigsten technischen Daten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Datenübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Kompakte Übersicht der relevanten Systemparameter

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Nenndrücke
Durchfluss
Temperaturbereiche
Werkstoffe

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Betrieb, Wartung, Ersatzteilmanagement

Erläuterung

Die technische Datenübersicht gibt einen kompakten Überblick über alle wesentlichen Kenndaten der Anlage. Sie listet beispielsweise die verwendeten Rohrwerkstoffe und Nennweiten sowie eine vollständige Armaturenliste mit Typen, Druckstufen und Leistungsmerkmalen auf. Zulässige Betriebsdrücke und Temperaturbereiche des Systems werden angegeben. Auch alle Prüf-, Entleerungs- und Regeleinrichtungen sind aufgeführt und ihren Standorten zugeordnet. Dieser Datenpool wird vom Auftragnehmer erstellt und in der Betreiberunterlage hinterlegt. Im Betriebsalltag dient er dem Betreiber und Wartungspersonal als schnelle Referenz: Bei Wartungen oder Störungen können so Systemkomponenten rasch identifiziert, die passenden Ersatzteile selektiert und Druck-/Temperaturparameter abgeglichen werden. Die Datenübersicht ist auch ideal geeignet für die Stammdatenpflege in CAFM-Systemen.

Wartungsanweisungen (Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs-/Instandhaltungsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der dauerhaften Funktions- und Einsatzbereitschaft

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 1986-3; DIN 1988-600; DIN EN 12056-5; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Prüfumfang
Hygiene-/Spülmaßnahmen

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Betreiberpflichten, Versicherungsnachweise

Erläuterung

Die Wartungsanweisungen legen alle notwendigen Maßnahmen und Intervalle fest, um die dauerhafte Funktionsfähigkeit der Wandhydrantenanlage sicherzustellen. Sie verbinden dabei Brandschutz- und Trinkwasserhygieneanforderungen. Beispielsweise werden regelmäßige Dichtheitsprüfungen der Leitung (gemäß DIN 18381/DIN 1988-8) und Inspektionsintervalle definiert. Genaue Reinigungs- und Spülmaßnahmen für Leitungen und Entleerungseinrichtungen werden beschrieben, um Keimbildung und Verkeimung (nach DIN 1988-600) zu verhindern. Dazu gehören Sichtprüfungen auf Korrosion, Verschmutzung oder Verschleiß an Armaturen und Schläuchen. Alle Befunde und durchgeführten Maßnahmen sind lückenlos zu protokollieren. Die Anweisung listet Verantwortlichkeiten auf (z. B. Betreiber oder beauftragter Fachwartungsdienst) und ist vom Errichter bzw. Hersteller oder dem ausführenden Fachbetrieb zu erstellen. Sie bildet die Grundlage für die wiederkehrende Instandhaltung und dient als Nachweis gegenüber Versicherungen, Behörden und Auditoren. Durch die festgelegten Prüfrhythmen und klaren Zuständigkeiten wird gewährleistet, dass die Wandhydrantenanlage dauerhaft betriebsbereit und sicher bleibt.

Druck- und Dichtheitsprüfprotokoll

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Dichtheit und Belastbarkeit der Leitungen

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Prüfdruck
Dauer
Ergebnis
Datum

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Abnahme, Betriebssicherheit

Erläuterung

Das Druck- und Dichtheitsprüfprotokoll dokumentiert die Druckprüfung der Steigleitung „nass/trocken“. Dabei wird das Rohrleitungsnetz mit einem definierten Prüfdruck beaufschlagt (z. B. Nenndruck für eine gewisse Dauer, danach 1,5-faches Druckverhältnis zum Festigkeitstest). Im Protokoll sind der verwendete Prüfdruck, die Prüfzeit sowie das Datum verzeichnet. Festgestellte Druckverluste oder Leckagen werden in den Ergebnissen dokumentiert. Durch Unterschrift des Prüfers wird bestätigt, dass die Leitungen einwandfrei dicht und auf Festigkeit geprüft sind. Dieses Protokoll ist eine Voraussetzung für die behördliche Abnahme der Anlage. Es weist die ordnungsgemäße Inbetriebnahme der Steigleitung nach und dient dem Betreiber als Nachweis der Betriebssicherheit.

Prüfbuch für Wandhydrantensysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbuch

Zweck & Geltungsbereich

Laufende Dokumentation der Prüfungen

Rechts-/Normbezug

DIN EN 671-3

Wesentliche Inhalte

Prüfintervalle
Ergebnisse
Mängel
Maßnahmen

Verantwortlich

Verantwortliche Person für Feuerlöscheinrichtungen

Praxisbezug

Audit, Versicherung, Behörden

Erläuterung

Das Prüfbuch enthält die fortlaufende Aufzeichnung aller Überprüfungen der Wandhydrantenanlage. Nach DIN EN 671-3 sind regelmäßige Inspektionen (in der Regel vierteljährlich, mindestens jedoch jährlich) durchzuführen. Im Prüfbuch werden Datum, Prüfergebnisse sowie alle festgestellten Mängel und die ergriffenen Instandsetzungsmaßnahmen eingetragen. So dokumentiert es, dass jeder Wandhydrant und jede Schlauchhaspel ordnungsgemäß geprüft und gewartet wird. Das Prüfbuch dient als zentraler Nachweis der Einsatzbereitschaft und Funktionsfähigkeit der Anlage. Es muss jederzeit verfügbar sein und ist bei behördlichen Prüfungen, Versicherungsnachweisen und internen Audits vorzulegen. Die Verantwortung für das Führen des Prüfbuchs liegt bei der benannten Fachkraft (z. B. dem Brandschutzbeauftragten oder einem beauftragten Wartungsdienst).

Unterweisungsprotokoll für Betriebs- und Wartungspersonal

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungsprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachgerechten Einweisung

Rechts-/Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 1986-3; DIN 1988-600

Wesentliche Inhalte

Inhalte
Teilnehmende
Datum

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Rechtssicherheit, sicherer Betrieb

Erläuterung

Das Unterweisungsprotokoll stellt sicher, dass das Betriebs- und Wartungspersonal sachgerecht geschult wurde. Es dokumentiert Datum, Inhalte der Schulung sowie Namen und Unterschriften der teilnehmenden Personen. Inhalte sind zum Beispiel die Bedienung der Ventile und Schläuche, die richtige Vorgehensweise beim ersten Löschangriff sowie die erforderlichen Hygienemaßnahmen (z. B. Spülen der Leitung nach Gebrauch oder längerer Stillstandszeiten gemäß DIN 1988-600). Auch Sicherheitsvorschriften und Notfallmaßnahmen werden vermittelt. Die Unterweisung wird vom Ausführungsbetrieb durchgeführt. Durch das Protokoll wird rechtlich nachgewiesen, dass die Beschäftigten mit der Anlage vertraut gemacht wurden. So wird sichergestellt, dass die Anlage später sicher und vorschriftsmäßig betrieben und gewartet wird. Das Protokoll dient als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherungen und unterstützt eine rechtssichere Übergabe der Anlage an den Betreiber.